Medienbericht: Neue Ermittlungen im Fall Jenny Böken

Die Marine-Kadettin Jenny Böken steht an Bord des Segelschulschiffes Gorch Fock

Medienbericht: Neue Ermittlungen im Fall Jenny Böken

  • Neue Zeugenaussage im Fall Jenny Böken
  • Ermittler gingen bisher von einem Unfall aus
  • Staatsanwaltschaft will sich Dienstag offiziell äußern

Im Fall Jenny Böken hat die Staatsanwaltschaft Kiel die Ermittlungen offenbar wieder aufgenommen. Wie "Der Spiegel" am Freitag (07.06.2019) berichtet, soll es eine neue Zeugenaussage geben, die nahelegen würde, dass die damals 18-Jährige Opfer eines Verbrechens wurde.

Umstände des Todes noch nicht geklärt

Die Offiziersanwärterin aus Geilenkirchen war im September 2008 von der "Gorch Fock" in die Nordsee gestürzt und ertrunken. Die Umstände ihres Todes sind noch immer nicht geklärt. Bisher gingen die Ermittler von einem Unfall auf hoher See aus und schlossen den Fall.

Eltern bezweifeln Unfallversion

Die Leiche von Jenny Böken wurde 11 Tage nach dem Unglück im Meer entdeckt. Die Eltern bezweifeln die Unfallversion und bemühen sich um eine Wiederaufnahme der Ermittlungen.

Die Kieler Staatsanwaltschaft wollte den Bericht nicht bestätigen. Eine offizielle Stellungnahme soll es nach Angaben eines Sprechers am Dienstag geben.

Stand: 07.06.2019, 19:34