600.000 Besucher auf Düsseldorfer Japantag

600.000 Besucher auf Düsseldorfer Japantag

  • Rund 600.000 Besucher feierten den Japantag
  • Japanische Tradition und bunte Cosplayer in Düsseldorf
  • Abschluss-Feuerwerk als Höhepunkt des Japantags

Strahlender Sonnenschein hat am Samstag (25.05.2019) nach Angaben der Stadt rund 600.000 Besucher zum 18. Japantag nach Düsseldorf gelockt. Bei der offiziellen Eröffnung auf dem Burgplatz am Mittag dankten Vertreter der japanischen Gemeinde Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) scherzhaft dafür, dass er "auch in diesem Jahr wieder für so gutes Wetter gesorgt" habe.

70 Aktionsstände

Am Japantag präsentiert die japanische Gemeinde den Düsseldorfern traditionell ihre Kultur: Musik und Tanz auf der großen Bühne am Burgplatz, japanischen Sport in der Nähe des Landtags, Kalligrafie und mehr in den Zelten entlang des Rheinufers. An 70 Aktionsständen konnten sich die Besucher zum Beispiel in der Kunst des Papierfaltens versuchen, Kimonos anprobieren oder japanisches Street Food kosten.

Japantag

Die Kinder des Japanischen Kindergartens traten am Burgplatz auf

Den ersten Auftritt auf der Hauptbühne am Burgplatz hatten die Kinder des ältesten japanischen Kindergartens außerhalb Japans. Zu moderner japanischer Popmusik präsentierten sie einen traditionellen Tanz mit Trommelstäben.

Cosplayer als Hingucker

Mit ihren bunten Kostümen waren auch dieses Jahr die Cosplayer ein besonderer Hingucker. Sie verkleiden sich als ihre Lieblingscharaktere aus japanischen Mangas, Animationsfilmen oder Spielen.

Laura aus Aachen war zum fünften Mal für den Japantag nach Düsseldorf gekommen - verkleidet als "Sebastian Michaelis" aus dem japanischen Zeichentrickfilm "Black Butler". Das Kostüm hatte sie selbst gemacht. "In den letzten Tagen habe ich Nachtschichten eingelegt, um den Stab fertig zu bekommen", erzählte sie.

Japanische Tradition trifft auf modernes Cosplay

Von Marc Oortman

Zwei junge Frauen probieren einen traditionellen Kimono an

Der Kimono-Stand des japanischen Clubs auf dem Japantag ist sehr gefragt. Auch Andrea aus Kaiserslautern und Teresa aus Heidelberg haben sich traditionell einkleiden lassen.

Der Kimono-Stand des japanischen Clubs auf dem Japantag ist sehr gefragt. Auch Andrea aus Kaiserslautern und Teresa aus Heidelberg haben sich traditionell einkleiden lassen.

Schon seit dem frühen Mittag strömen tausende Besucher auf die Düsseldorfer Rheinuferpromenade. Die Veranstalter erwarten rund 600.000 Menschen.

Sabine aus Wuppertal ist schon zum fünften Mal auf dem Japantag in Düsseldorf. Sie liebt die Traditionen und das Friedliche an Japan und spricht selbst Japanisch.

Zu den traditionellen Künsten, die sich auf dem Japantag präsentieren, gehört auch die Kalligrafie.

Aber auch das moderne Japan ist in Düsseldorf vertreten. Überall auf dem Veranstaltungsgelände trifft man auf die so genannten Cosplayer. Tashina und Dennis aus Herne haben sich als Nuko-Katze und als Charakter aus dem Comic "Dead Pool" erkleidet.

Die Cosplayer – wie dieser zahme Wolf aus Recklinghausen – gehören zu den beliebtest Fotomotiven beim Japantag.

"Free Hugs", kostenlose Umarmungen also, sind bei Cosplayern extrem beliebt und werden an jeder Ecke verteilt – hier von Lara aus Bochum.

Am Burgplatz posieren Julia und Ameli, sie sind extra aus der Nähe von Kassel angereist und lieben die lange Promenade in Düsseldorf.

Vanessa und Juana posieren als Lolita und Berry, ein selbst ausgedachter Charakter, vor dem Landtag.

Nahe des Landtags sind auch japanische Sportarten zu bewundern. Iaido ist die Kunst des Schwertziehens. Auch wenn dabei böse geguckt wird, gehen alle sehr respektvoll miteinander um, sagen die Sportler.

Ein Highlight auf der großen Bühne am Burgplatz sind die Auftritte der insgesamt fünf japanischen Kindergärten Düsseldorf.

Die Kinder vom "Japanischen Kindergarten" haben einen traditionellen Tanz mit Trommelstäben vorbereitet, begleitet von moderner japanischer Popmusik.

Große japanische Gemeinde in Düsseldorf

Kurz vor Beginn des Festes hatten Vertreter der Stadt Düsseldorf und der japanischen Präfektur Chiba einen offiziellen Partnerschaftsvertrag unterschrieben. Düsseldorf habe eine der größten japanischen Gemeinden Europas, betonte Geisel: "Das macht uns gewissermaßen zu Klein-Tokio am Rhein."

Feuerwerk als Höhepunkt

Höhepunkt am späten Abend war das traditionelle japanische Feuerwerk. Dieses Jahr stand es unter dem Motto "Reise nach Japan". Es waren unter anderem Charaktere aus Mangas, Sushi-Rollen und Kirschblüten am Himmel zu sehen.

Für alle, die das Feuerwerk gerne noch einmal in einer ungeschnittenen Version und in der Totalen sehen möchten, haben wir hier – ergänzend zu unserer Sondersendung – noch ein zusätzliches Video.

Stand: 26.05.2019, 12:26

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