Anklage gegen mutmaßliche IS-Terrorzelle aus NRW

Ein Mann zeigt auf einen Laptop auf dem Propaganda des IS zu erkennen ist.

Anklage gegen mutmaßliche IS-Terrorzelle aus NRW

Die Bundesanwaltschaft hat Anklage gegen fünf Männer aus Tadschikistan erhoben. Sie sollen von NRW aus als Terrorzelle für den IS tätig gewesen sein.

Die Männer sollen über das Internet in einem russisch-tadschikischsprachigen Forum Mitglieder für den IS angeworben und Geld beschafft haben. Über dieses Netzwerk soll sich auch der Mann rekrutiert haben, der 2017 in Stockholm vier Menschen mit einem Lkw getötet hat.

App für Smartphones entwickelt

Einem der Männer wird vorgeworfen, eine tadschikischsprachige App für Smartphones entwickelt zu haben, um dem IS weitere Möglichkeiten zu eröffnen, seine radikal-islamische Ideologie zu verbreiten.

Die Männer sollen sich auch mit Paintball-Spielen für den bewaffneten Kampf vorbereitet haben. Darunter sollen auch Personen gewesen sein, die enge Kontakte zum Attentäter von Wien gehabt haben sollen. Bei dem Anschlag im Novemver 2020 wurden vier Menschen getötet.

Anschläge und Morde geplant

Die Männer der Terrorzelle aus NRW sollen sich auch Wissen über Sprengstoff angeignet und mehrere Mordanschläge geplant haben, unter anderem gegen einen Islamkritiker aus Neuss. In Absprache mit einem hohchrangigen IS-Führer in Afghanistan sollten Bilder der Leiche danach für Propagandazwecke benutzt werden. Das Attentat scheiterte, weil die Polizei kurz nach der Übergabe der für den Mord beschafften Waffe zugriff und zwei der Männer festnahm.

Ein Mitglied der Zelle aus Wuppertal war bereits Ende Januar zu sieben Jahren Haft verurteilt worden. Alle fünf jetzt Beschuldigten sitzen in Untersuchungshaft, zum Teil schon seit April 2020.

Stand: 15.02.2021, 11:04