Kassierte Internationale Schule Düsseldorf Millionen?

Außenansicht der internationalen Schule in Düsseldorf

Kassierte Internationale Schule Düsseldorf Millionen?

Von Peter Hild

  • Geld soll von Land und Eltern geflossen sein
  • Eltern unrechtmäßig zu Zahlung verpflichtet?
  • Bezirksregierung prüft Vorwürfe

Die Internationale Schule in Düsseldorf soll über Jahre Millionen an Landeszuschüssen kassiert haben. Diese hatte sie als sogenannte private Ersatzschule erhalten. Parallel dazu seien auch die Eltern über einen Förderverein zu jährlichen Zahlungen in fünfstelliger Höhe pro Kind verpflichtet worden, so der Vorwurf.

Der Schulausschuss des NRW-Landtags hat den Fall am Mittwoch (07.11.2018) diskutiert. Die Düsseldorfer Bezirksregierung prüft derzeit die Vorwürfe.

Hängt Schulbesuch von Elternbeiträgen ab?

Mussten die Eltern zahlen, damit die Internationale Schule ihre Kinder aufnimmt? Sollte das so sein, wäre das rechtswidrig. Denn die Beiträge der Eltern müssen außer bei freiwilligen Spenden mit den Landeszuschüssen verrechnet werden.

Ersatzschulen bieten die gleichen Unterrichtsinhalte wie öffentliche Schulen, sind dabei aber berechtigt, nach eigenen Lehr- und Erziehungsmethoden zu arbeiten. Per Gesetz darf ein Schulbesuch nicht von den Einkommensverhältnissen der Eltern abhängen.

Schule drohen hohe Rückforderungen

Wenn sich bestätigt, dass die Schule über Jahre doppelt kassiert hat, wird sie wohl mit hohen Rückforderungen rechnen. Nach Angaben der Bezirksregierung Düsseldorf hat die Schule zuletzt rund 3,8 Millionen Euro pro Jahr an Landesmitteln erhalten.

Die Schule spricht in einer schriftlichen Stellungnahme von "guten und konstruktiven Gesprächen" mit der Bezirksregierung. Näher wollte sie die laufende Prüfung aber nicht kommentieren.

Stand: 07.11.2018, 19:27

Weitere Themen