Rettung von Küpper in Heiligenhaus gescheitert

Der Automobilzulieferer Küpper in Heiligenhaus von außen

Rettung von Küpper in Heiligenhaus gescheitert

  • Automobilzulieferer aus Heiligenhaus vor dem Aus
  • Letzter potenzieller Investor ist abgesprungen
  • Rund 200 Mitarbeiter verlieren ihren Arbeitsplatz

Der insolvente Automobilzulieferer Küpper aus Heiligenhaus steht vor dem endgültigen Aus. Das bestätigte Insolvenzverwalter Dr. Jens Schmidt am Montag (25.03.2019) in einer Pressemitteilung. Nachdem auch der letzte potenzielle Investor sein Interesse zurückgezogen hat, sei ein weiterer Erhalt des Unternehmens nicht mehr möglich.

Risiko einer Übernahme zu groß

Zuvor hätten auch weitere Interessenten abgesagt, denen das Risiko einer Übernahme zu groß erschien, sagt der Insolvenzverwalter. Die Gießerei hat hauptsächlich Komponenten für Dieselmotoren produziert.Die monatlichen Verluste von rund 750.000 Euro seien nur mit deutlich mehr Aufträgen auszugleichen.

Diese Steigerung sei in der Automobilbranche derzeit nicht zu erwarten, betont Schmidt. Ganz im Gegenteil: Andere Auftraggeber, wie etwa das Schwesterunternehmen Küpper Metallverarbeitung Velbert, mussten inzwischen selbst Insolvenz anmelden.

Rund 200 Mitarbeiter betroffen

Protestierende Mitarbeiter

Der Betrieb Küpper in Heiligenhaus soll Mitte des Jahres 2019 stillgelegt werden. Derzeit finden Gespräche zwischen dem Insolvenzverwalter und dem Betriebsrat über einen Sozialplan statt. Für den Automobilzulieferer mit fast hundertjähriger Geschichte arbeiten knapp 200 Mitarbeiter. Viele von ihnen protestierten am Montag vor dem Rathaus: Sie machen bisherige Großkunden von Küppers für die Misere mitverantwortlich. Diese hätten billiger im Ausland eingekauft und sich so ihrer sozialen Verantwortung entzogen.

Stand: 25.03.2019, 15:03