Die Flyer der Bonner Polizei in ukrainischer Sprache

Bonner Infoflyer für Ukraine-Geflüchtete

Stand: 13.04.2022, 17:09 Uhr

Jeden Tag kommen neue Geflüchtete aus der Ukraine auch ins Rheinland. Nach ihrer tagelangen Flucht sollen sie sich hier in Sicherheit einleben können. In Bonn verteilen deshalb Polizei und Stadt Infoflyer in russischer und ukrainischer Sprache.

Von Jörg Sauerwein

Olena und ihre Mutter Lydiia aus der Ostukraine sind erst vor wenigen Stunden in Bonn angekommen. In der Erstanlaufanstelle im Stadtteil Buschdorf lesen sie die frisch gedruckten Flyer, die sie direkt bekommen haben. „Vorsicht vor Betrügern“ heißt es darin zum Beispiel. Die Polizei warnt mit den Flugblättern unter anderem vor zwielichtigen Arbeits- oder Wohnungsangeboten von Betrügern.

Informieren und vor Kriminellen warnen

Sie habe über die sozialen Medien schon von solchen Fällen gehört, erzählt Olena. Nach ihrer tagelangen Flucht wirkt sie müde und erschöpft, aber auch glücklich, dass sie zusammen mit ihrer Mutter endlich in Sicherheit ist. Die Menschen aus der Ukraine sollen hier auch sicher bleiben, heißt es von der Bonner Polizei. Denn seit Beginn des Ukraine-Kriegs sind auch Kriminelle aktiv, die die Notlage der Geflüchteten ausnutzen wollen.

Infoflyer für ukrainische Geflüchtete

00:30 Min. Verfügbar bis 13.04.2023


Fälle von Menschenhandel, Prostitution oder sexuellem Missbrauch seien glücklicherweise in Bonn und der Region noch nicht vorgekommen, berichtet Polizeisprecher Simon Rott. Dabei soll es auch bleiben. Deshalb verteilen Beamte präventiv die Flyer, die einerseits vor möglichen Gefahren warnen und andererseits verschiedene Ansprechpartner für Fragen oder den Ernstfall auflisten.

„Willkommen in Bonn“

Ein weiteres Infoblatt gibt den Geflüchteten einen Überblick über die wichtigsten Anlaufstellen in der Stadt. Das hat die Stadt Bonn gerade tausendfach drucken lassen. Darin erfahren Olena und die anderen Geflüchteten, welche Dinge sie zum Beispiel nach ihrer Ankunft in Bonn als nächste angehen sollten.

Olena und ihre Mutter Lydiia aus der Ostukraine bekommen die ersten Flyer der Stadt Bonn von Anja Ramos (Leiterin des Amtes für Soziales und Wohnen) überreicht.

Olena und ihre Mutter Lydiia aus der Ostukraine bekommen die ersten Flyer der Stadt Bonn von Anja Ramos (Leiterin des Amtes für Soziales und Wohnen) überreicht.

Kontakte zu Bürger- oder Einwohnermeldeamt sind dort genauso aufgeführt wie die Führerscheinstelle oder Infos zur Aufenthaltserlaubnis, Krankenschutz, Betreuungsplätzen in Kitas oder der kostenlosen Nutzung von Bussen und Bahnen im Stadtgebiet. Der Flyer sei eine Orientierung über „die Angebote, mit welchen wir helfen, wo und wie wir nur können“, sagte Anja Ramos vom Amt für Soziales und Wohnen der Stadt Bonn.

Über dieses Thema berichten wir am 13. April 2022 im WDR Fernsehen: Lokalzeit aus Bonn, 19:30 Uhr

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