Impfzentrum in Aachen vorgestellt

Impfzentrum in der Tivoli Eissporthalle

Impfzentrum in Aachen vorgestellt

Das Corona-Impfzentrum der Städteregion Aachen nimmt konkrete Form an. In ein paar Tagen sollen die Arbeiten in der Eissporthalle am Tivoli abgeschlossen sein.

Sobald ein Impfstoff freigegeben wird, kann innerhalb von zwei Tagen mit dem impfen begonnen werden.

Eisfläche ist speziellem Fußboden gewichen

An eine Eissporthalle erinnern nur noch der Eingangsbereich und die Tribünen. Das Eis ist verschwunden, es wurde komplett abgetaut. Da, wo sonst die Schlittschuhe übers Eis brausen, wurde ein neuer Spezialfußboden verlegt. Der muss nicht nur dafür sorgen, dass die Restfeuchtigkeit der früheren Eisfläche nicht nach oben dringt, sondern auch leicht zu desinfizieren sein. Seit knapp zwei Wochen arbeitet eine Messebaufirma mit Hochdruck, am 15. Dezember soll alles bereit sein zur Inbetriebnahme. Der Anmeldebereich erinnert dabei an Zollhäuschen am Flughafen, für die Impfungen gibt es einzelne Kabinen, die wie mobile Mini-Sprechzimmer eingerichtet sind.

Bis zu 2.500 Impfungen pro Tag

Impfzentrum in der Tivoli Eissporthalle

Laut Städteregion liegen die Kosten für den Betrieb des Impfzentrums bei 400.000 bis 500.000 Euro pro Monat. Darin enthalten sind auch die Personalkosten für maximal 55 Mitarbeiter, von Logistikern über medizinische Fachangestellte bis hin zu Ärzten. Im ersten Schritt ist das Impfzentrum für 1.200 Impfungen pro Tag ausgelegt, kann aber innerhalb weniger Tage auf 2.500 Impfungen erweitert werden. Wann und in welchem Umfang es losgeht, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Erst muss ein Impfstoff freigegeben werden, dann muss geklärt werden, wie viele Impfdosen die Stadt und die Städteregion Aachen bekommen. Das Gesundheitsamt der Städteregion hofft, dass es spätestens Anfang Januar losgehen kann.

Umgang mit dem Impfstoff eine Herausforderung

Wer dann zur Impfung kommt, muss vermutlich rund eine Stunde Zeit einplanen. Erst die Anmeldung, dann die Impfung und anschließend ist eine 30-minütige Wartezeit vorgeschrieben, für den Fall, dass Nebenwirkungen auftreten. Dafür stehen dann zwei Notfallräume bereit, um die Patienten vor Ort sofort versorgen zu können. In den Wartebereichen werden alle Besucher durch Plexiglasscheiben voneinander getrennt, um die Ansteckungsgefahr so gering wie möglich zu halten. „Alleine die Plexiglasscheiben für die Wartebereiche haben 15.000 Euro gekostet“, sagt der Gesundheitsdezernent der Städteregion, Michael Ziemons. Eine weitere Herausforderung ist der Umgang mit dem Impfstoff. Der wird mit einer Temperatur von minus 70 Grad angeliefert, als Konzentrat in Flaschen. „Der Impfstoff muss vor Ort im Impfzentrum verdünnt, auf die Spritze gezogen und sofort verabreicht werden“, sagt Ziemons. Eine große logistische Aufgabe, für die sich die Städteregion Aachen aber gewappnet fühlt.

Stand: 11.12.2020, 17:38