Städte rund um Düsseldorf arbeiten mit Hochdruck an Impfzentren

Der Eingang des fertigen Impfzentrums in Viersen. Bis zu 30.000 Menschen sollen hier pro Monat geimpft werden können.

Städte rund um Düsseldorf arbeiten mit Hochdruck an Impfzentren

Im Moment laufen zum Teil noch letzte Vorbereitungen. Spätestens Ende des Jahres soll es so weit mit dem Impfstoff sein, dass erste Menschen geimpft werden können.

Kommende Woche Montag wird die Zulassung des Biontech-Pfizer-Impfstoffs erwartet, erste Impfungen sollen nach Weihnachten starten. Wer aber ist wann dran? Darüber herrscht teilweise noch Verwirrung - auch bei der Krefelderin Marion Lüttges. Sie kümmert sich zu Hause um ihren pflegebedürftigen Mann, der vor dreieinhalb Jahren einen Schlaganfall hatte.

Viele Menschen noch verunsichert

Bisher konnte sie aber nicht herausfinden, ob ihr Mann berechtigt ist, eine der ersten Impfungen gegen das Coronavirus zu bekommen: "Es wird gesagt, dass die älteren Leute, die Personen, die im Pflegeheim wohnen, zuerst geimpft werden soll. Aber was ist mit den Patienten, die zu Hause gepflegt werden?"

Brief für über 80-Jährige, Hotline für Jüngere

Das ist noch nicht endgültig geklärt. Das Gesundheitsministerium hat bisher ein Art Dringlichkeitsliste aufgestellt. Auf der stehen generell Menschen über 80, medizinisches Personal und Altenpfleger ganz oben.

Die Stadt Krefeld möchte all ihre Bürger über 80 in einem Brief über das genaue Verfahren informieren. Für Menschen unter 80 richtet die Kassenärztliche Vereinigung eine Hotline ein, bei der es Informationen gibt.

Auch Düsseldorf möchte alle Bürger anschreiben, die für eine priorisierte Impfung in Frage kommen. Laut Stadt könne man sich das Vorgehen "vergleichsweise analog zu Wahlbescheinigungen" vorstellen.

Kassenärztliche Vereinigung regelt Terminvergabe

Die konkrete Terminvergabe sollen dann die Kassenärztlichen Vereinigungen über eine zentrale Hotline regeln.

Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein mit Sitz in Düsseldorf sieht sich für die Terminvergabe zur Corona-Impfung gut gerüstet. Laut KV stehen in einem Callcenter 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Verfügung. Im Bereich Nordrhein gebe es aber zunächst voraussichtlich nicht mehr als 25.000 Dosen am Tag. Die würden dann in den Pflegeheimen verimpft. Mit einem Betrieb der Impfzentren ist laut KV erst im Januar zu rechnen.

Letzte Vorbereitungen laufen

Unterdessen arbeiten die Städte und Kreise unter Hochdruck an den Impfzentren. In Krefeld fehlt es noch an Kleinigkeiten, im Kreis Viersen ist das Zentrum bereits komplett fertig. Hier können in sechs Impfräumen monatlich bis zu 30.000 Impfungen durchgeführt werden.

Das sind die Impfzentren in der Region um Düsseldorf
Stadt/KreisAdresseName des GebäudesKapazität
DüsseldorfArena-Straße 1, 40474 DüsseldorfMerkur Spiel-Arena2.400 Impfungen/Tag
KrefeldSprödentalplatz, 47799 KrefeldContainer auf Sprödentalplatz600-800 Impfungen/Tag
MönchengladbachAm Nordpark 260, 41068 MönchengladbachLeerstehender Gewerbekomplex (ehemals Kottmann Technology)1.000 Impfungen/Tag
Rhein-Kreis NeussHammfelddamm 2, 41460 NeussTurnhalle des Berufskollegs für Technik und Information400 Impfungen/Tag
Kreis ViersenHeesstraße 2-10, 41751 ViersenLeerstehendes St.-Cornelius-Krankenhaus1.000 Impfungen/Tag
Kreis MettmannTimocom Platz 1
40699 Erkrath
Raum der Firma Timocom1.700 Impfungen/Tag

Stand: 17.12.2020, 10:56