Gespinstmotten machen sich im Raum Aachen breit

Das Netz einer Gespinstmotte an einem Baum

Gespinstmotten machen sich im Raum Aachen breit

  • Gespinstmotten breiten sich aus
  • Tiere fressen Blätter
  • Pflanzen nehmen keinen Schaden

In weiten Teilen der Region macht sich die Gespinstmotte breit. Entlang der Rur, im Kreis Düren, und im Aachener Nordkreis wurden bereits zahlreiche Bäume und Sträucher befallen.

Große Sorge bei Spaziergängern

Die Gespinste rund um Alsdorf, Herzogenrath und entlang des Rur-Radwanderwegs erinnern an die Werke des Aktionskünstlers Christo, der für seine spektakulären Verhüllungen berühmt ist. Die Mitarbeiter von Umwelt- und Forstämtern wurden schon mehrfach von Spaziergängern darauf angesprochen, ob eine neue Gefahrenwelle auf die Region zukomme.

Grüne Raupe einer Gespinstmotte in Nahaufnahme

Raupe einer Gespinstmotte

Viele der Ratsuchenden fühlen sich an die ätzenden Härchen des Eichenprozessionsspinners erinnert, die zu allergischen Reaktionen bei Spaziergängern und Wanderern führen können. Diese Gefahr geht aber von der Gespinstmotte nicht aus.

Motten schaden Pflanzen nicht

Die Tiere ummanteln die Pflanzen mit einem silbrig-weißen Netz und fressen danach die Blätter auf. Die Umweltämter in der Region gehen davon aus, dass die Pflanzen dadurch aber keinen Schaden nehmen. Die meisten würden schon nach dem Johannisaustrieb Ende Juni wieder ein dichtes Laubkleid tragen.

Vor allem die Trockenheit der vergangenen Tage hatte das Naturschauspiel bis zum Dienstag (15.05.2018) vielerorts befördert. Nach Angaben der Umweltämter soll der Spuk in zwei bis vier Wochen vorbei sein. Bis dahin sind die Raupen der Gespinstmotte geschlüpft.

Stand: 15.05.2018, 14:42