Hydro-Aluminium streicht hunderte Stellen in Grevenbroich

Kanzlerin Merkel im Hydro-Aluminiumwerk Grevenbroich

Hydro-Aluminium streicht hunderte Stellen in Grevenbroich

  • Stellenabbau bei Hydro-Aluminium
  • Rund 350 Stellen fallen in Grevenbroich weg
  • Grund sind schlechte finanzielle Ergebnisse

Der norwegische Aluminum-Konzern Hydro streicht weltweit mehr als 700 Arbeitsplätze. Das hat das Unternehmen am Mittwoch (11.09.2019) bekannt gegeben. Rund die Hälfte der Arbeitsplätze werden am Standort in Grevenbroich gestrichen. Teile der dort befindlichen Folienproduktion sollen ganz wegfallen.

Enttäuschende finanzielle Ergebnisse

Der Grund für die Entlassungen sind schlechte finanzielle Ergebnisse des Walzwerkgeschäftes in den letzten Jahren, so der Konzern. Etwa 2.000 Arbeitnehmer sind in Grevenbroich für Hydro tätig. Durch den Stellenabbau möchte der Konzern pro Jahr rund 60 Millionen Euro Personalkosten einsparen.

Erst im Jahr 2017 hatte der Hydro-Konzern in Grevenbroich eine neue Produktionslinie für 130 Millionen Euro in Betrieb genommen. Damals war sogar die Bundeskanzlerin an den Standort gereist.

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WDR aktuell 08.08.2019 00:24 Min. Verfügbar bis 08.08.2020 WDR 2 Von Thomas Kalus

Bei einer Betriebsversammlung am Mittwoch (11.09.2019) werden die Mitarbeiter über die kommenden Schritte in Grevenbroich informiert. Weitere Details zur Umstrukturierung sollen Ende des Monats bekanntgegeben werden. Im Grevenbroicher Werk wird seit 1922 Aluminium gewalzt.

Stand: 11.09.2019, 13:02