Kaarst: Wegnahme von 18 Hunden rechtmäßig

Ein Beamter führt einen Kuvasz-Hund in einen Transporter.

Kaarst: Wegnahme von 18 Hunden rechtmäßig

  • Wegnahme von 18 Hunden rechtmäßig
  • Halterpaar aus Kaarst hatte geklagt
  • Grund: Kaum Platz, fehlende Hygiene und Nahrung

Das Verwaltungsgericht Düsseldorf hat am Mittwoch (11.09.2019) entschieden, dass der Rhein-Kreis Neuss einem Halterpaar aus Kaarst zurecht 18 Hunde weggenommen hat. Im August hatten Beamte des Veterinäramts unter Polizeibegleitung 18 der 20 gehaltenen Kuvasz-Hunde von einem Grundstück entfernt.

Rhein-Kreis Neuss darf Hunde vermitteln

Da die Rechtmäßigkeit der Wegnahme nun geklärt ist, darf der Rhein-Kreis Neuss die Hunde jetzt neu vermitteln. Seitdem die Hunde im August den Haltern weggenommen wurden, leben sie in einem Tierheim.

Das Gericht bestätigte die Auffassung der Beamten des Kreises, dass auf dem Grundstück keine artgerechte Haltung von 20 Tieren möglich ist.

Verhaltensauffälligkeiten, fehlende Hygiene, Mangelernährung

Auf diesem Grundstück werden 18 Kuvasz nicht artgerecht gehalten

Die Bedingungen in Kaarst waren nicht artgerecht.

Die Mitarbeiter des Veterinäramtes fanden bei der Wegnahme Mitte August ein totes Tier auf. Es war in einer Kühltruhe gelagert. Das Gericht bestätigte nun, dass es auch den lebenden Tieren nicht gut ging.

Es habe keine ausreichende Gesundheitsversorgung gegeben, so die Richter. Ebenso seien erhebliche Hygienemängel festgestellt worden. Etwa seien viele Bereiche mit Urin und Kot verdreckt gewesen. Einige der Tiere litten ebenso unter Mangelernährung und hätten Verhaltensauffälligkeiten aufgewiesen.

Kreis nimmt Kaarster Paar 18 Hunde ab 03:09 Min. Verfügbar bis 20.08.2020

Stand: 12.09.2019, 15:29