Wolf soll Schafe in Hünxe gerissen haben

Der Wolf ist wieder heimisch in NRW. Seit Anfang Oktober ist der Kreis Wesel offiziell ein Wolfsgebiet

Wolf soll Schafe in Hünxe gerissen haben

  • Zwei Schafe gerissen
  • Elektrozaun überwunden
  • Hünxe offizielles "Wolfsgebiet"

Zur Diskussion über Wölfe in NRW

In der Nähe des Flughafens "Schwarze Heide" in Hünxe wurden am Donnerstag (25.10.2018) zwei Schafe getötet und eins verletzt.

Dem Schafhalter zufolge hatte der behandelnde Tierarzt die Bissspuren einem Wolf zugeschrieben. Einen 90 Zentimeter hohen Elektrozaun soll der Wolf niedergerissen haben, um an die Herde zu kommen.

Das Landesamt für Umwelt, Natur und Verbraucherschutz habe bereits DNA-Proben genommen, hieß es. Das Ergebnis steht noch aus.

Schäfer hat Anspruch auf Entschädigung

Erst Anfang Oktober hatte NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) Teile der Kreise Kleve, Wesel, Borken und Recklinghausen sowie der Städte Bottrop und Oberhausen offiziell zum "Wolfsgebiet" erklärt. Deshalb kann der Schäfer nun auch mit einer Entschädigung für die zerstörten Zäune rechnen. Eine Entschädigung für gerissene Schafe gab es auch vorher schon.

Anlass war der Nachweis, dass in der Region mindestens eine Wölfin sesshaft geworden ist. Allerdings ist unklar, ob das Tier auch für den jüngsten Angriff verantwortlich ist. In der Vergangenheit hatten Wölfe auf der Suche nach einem neuen Revier häufig Teile von NRW durchquert.

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz hat dem Schäfer in Hünxe jetzt erst einmal einen Zaun geliehen, der 40 Zentimeter höher ist.

Wolfsland NRW: Förderungen für Schafzüchter

WDR 2 01.10.2018 03:13 Min. WDR 2

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Stand: 26.10.2018, 07:47

Kommentare zum Thema

14 Kommentare

  • 14 Claudia 27.10.2018, 09:06 Uhr

    Wenn der Wolf jetzt hier bei uns ist dann ist das eben so!!! Wieso soll nur der Mensch das Recht haben sich überall breit zu machen? Mann muss nach einer vernünftigen Lösung suchen und gut ist!!! Wäre der Wolf vom aussterben bedroht, fände man das wohl auch nicht schön. Also einfach mal die Füße still halten und schauen wie es sich entwickelt. Aber Leute keine Angst, der Mensch wird es schon richten wie eigentlich alles auf diesen Planet!!!

    Antworten (1)
    • Elmexx 27.10.2018, 16:04 Uhr

      Genau Claudia gib Dir vollkommen recht!! Außerdem finde ich es eh fragwürdig das Schäfer ihre Tiere nur noch mit LKWs von Futterspot zu Futterspot fahren in unserer zersiedelten Landschaft VG

  • 13 Kapteina 27.10.2018, 08:02 Uhr

    Der Wolf wird zur großen Bedrohung nicht nur für Weidetiere sondern auch für Menschen. In Griechenland wurde 2017 eine Professorin von einem Rudel Wölfe getötet. Das ist kein Einzelfall , Die Wölfe waren gesund! In Schweden wurde die Pflegerin eines Wolfsrudels zerfleischt . Die Welpen hat sie selbst großgezogen! Der Wolf ist Nicht vor dem Aussterben bedroht. Die Leute die glauben ein Wolf sei ein Kuscheltier sollen sich doch mal gerissene Nutztiere auf der Weide anschauen. Ich glaube dann verstummt das Geschwätz endlich!

    Antworten (1)
    • Elmexx 27.10.2018, 16:08 Uhr

      Natürlich kann man alle negativ Beispiele sammeln und veröffentlichen hast Du Dir mal positive Kommentare zu Wolfsgebieten angeschaut oder überwiegt Deine Angst?

  • 12 Michaela 26.10.2018, 22:35 Uhr

    Ein böser Wolf und das Rotkäpchen. Lachhaft. Ein Wolf wird nie einen Menschen angreifen, ausser er ist krank . Wie viele kranke Menschen wir in Wirklichkeit haben, haben wir genug. Der Wolf ist sehr klug. Die Besiedelung in NRW erlaubt es den Wolf nicht hier zu sein (dafür gibt es ja Jäger), was ich sehr schade finde.

  • 11 Secret Wolf 26.10.2018, 21:13 Uhr

    Ich finde nicht das der Wolf zum Abschuss freigegeben werden sollte. Wenn wir ihm den Lebensraum wegnehmen (also Wohnfläche und seine Nahrungsquelle) sind wir selber schuld. Wir sollten die Wölfe schützen.

  • 10 Johann Moritz 26.10.2018, 20:28 Uhr

    Hat jemand ernsthaft geglaubt, die Wölfe bleiben tief im Wald, und niemand wird sie je bemerken? Das haben "Experten" von unseren Wisenten auch behauptet, und unrecht gehabt. Aber wenn es erst mal Rudel gibt, werden die Probleme sich noch potenzieren. Dann werden die Wölfe die Wildschweine als größte Gefahr im Wald ablösen, und Kühe und Schafe nachts auf der Weide zu lassen wird zum Lotteriespiel. Als Südwestfale, der sein Leben lang gerne in den heimischen Wäldern unterwegs war und ist. und am Waldrand wohnt, bin ich darüber nicht erfreut, denn sie werden - wie Wildschweine und Rehe jetzt - auch in die Gärten kommen. Das könnte zukünftig zu höchst unerfreulichen Begegnungen führen, auch außerhalb des Waldes.

  • 9 Birgit 26.10.2018, 19:46 Uhr

    Mir, als Schafhalter, nützen die rudimentären Informationen gar nichts, um zu entscheiden, wie ich meinen Schutz verbessern kann. Wölfe überspringen höchst ungern, sie graben lieber. Gab es Grabespuren? Wie sorgfältig war der Zaun gebaut? Wieviel Spannung lag an? Stand der Zaun nach dem Angriff noch? Wie groß war der Pferch? Wäre irgendwie nett, wenn man mal brauchbare Informationen erhielte, nicht bloß dieses oberflächliche Sensationsgeschreibe.

  • 8 Wolf 26.10.2018, 18:01 Uhr

    Es gibt weit über 200.000 Wölfe auf der nördlichen Erdhalbkugel. Der Wolf ist als Art also keineswegs gefährdet. Er ist ohne Zweifel ein faszinierendes Tier, gehört aber nicht in eine Kulturlandschaft wie in Mitteleuropa, wohl aber in die Weiten Rußlands, zum Beispiel. Hier muss er schärfstens bejagt werden. Was die EU sagt, sollte uns nicht kümmern. Gesetze kann man ändern.

  • 7 Gertraud Krebs 26.10.2018, 17:44 Uhr

    Dann können wir bald nicht mehr im Wald sparzieren gehen.

  • 6 Michaela 26.10.2018, 17:13 Uhr

    Wenn die Wölfin bekannter Weise in einem Gebiet ihr fressen erbeutet sollte man eine Stelle zur Anfütterung aussuchen, wo sie regelmäßig ihren Bauch füllen kann. Ein Abschuss dieses geschützten Tieres fände ich nicht fähr.

    Antworten (1)
    • Wolf 26.10.2018, 18:25 Uhr

      Wölfe füttern ist im höchsten Grade unverantwortlich, da er sich dann an den Menschen gewöhnt und keine Scheu mehr hat. Er wird dann früher oder später Menschen , speziell Kinder, anfallen. Wollen Sie das?

  • 5 Mamamia 26.10.2018, 16:27 Uhr

    Diese blauäugige Öko-Romantik! Westdeutschland ist viel zu dicht besiedelt, um Wolfsland zu sein. Wölfe haben eine nicht geringe Reproduktionsrate und werden sich bis an die Grenze ihrer Umweltkapazität ausbreiten. Dann spätestens werden sie verelenden, und was hungrige Wölfe vermögen, wenn sie schon in Schlaraffenlandszeiten zu Übungszwecken jede Menge Tiere reißen, möchte ich mir gar nicht vorstellen! - Nebenbei: auch Schafe sind leidensfähige Geschöpfe ! Und ich begegne entschieden lieber Schafen als hungrigen Wölfen.

  • 4 Melanie 26.10.2018, 16:07 Uhr

    Der Mensch ist doch selber Schuld, dass die Wölfe so nah an die Wohngebiete kommen, überall wird die Natur von uns Menschen zerstört, neue Wohnbausiedlungen entstehen, neue Fabriken usw alles wird für sie Menschen platt gemacht... wo sollen die Tiere noch hin? Wo finden sie Futter? Was Tiere sind vom Aussterben bedroht? Und warum ? Wegen dem Menschen. Ein Tier würde nie sein Umfeld zerstören, die Menschen zerstören sich . Schaut euch die Welt und Umwelt an ...... Wenn die Wölfin eine Gefahr wäre, könnte man sie einfach umsiedeln. Aber nicht abknallen.

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