LANUV bestätigt: Wölfin "Gloria" hat Pony gerissen

Der Wolf ist wieder heimisch in NRW. Seit Anfang Oktober ist der Kreis Wesel offiziell ein Wolfsgebiet

LANUV bestätigt: Wölfin "Gloria" hat Pony gerissen

Vier Wochen nach dem Tod eines weiteren Ponys in Hünxe herrscht jetzt Klarheit: Wölfin "Gloria" hat das Tier gerissen. Das hat das Landesamt für Umwelt- und Verbraucherschutz (LANUV) bestätigt.

Das Pony war am Morgen des 2. November tot auf einer Weide gefunden worden. Das zuständige Landesamt hatte daraufhin Proben des Tieres in einem hessischen Forschungsinstitut analysieren lassen. Die Experten sind nach Auswertung der DNA-Proben sicher: Die sogenannte Problemwölfin "Gloria" hat das Tier getötet.

Mehrere Pony-Risse in diesem Herbst

Für die Besitzer bedeutet dieser Befund, dass sie eine Entschädigung beantragen können. Das Land hatte die Region im Jahr 2018 zum NRW-Wolfsschutzgebiet ausgerufen. "Gloria" lebt im Wolfsgebiet Schermbeck mit einem Rudel. Die Tiere sind seit mehreren Jahren für dutzende Angriffe auf Nutztiere verantwortlich, darunter auch Schafe und Damwild.

Seit rund einem Jahr greifen die Wölfe offenbar auch vermehrt Ponys an. Allein im Oktober 2021 wurden im Raum Hünxe drei Ponys und ein Kleinpferd mutmaßlich durch Wölfe getötet.

Schäfer und Anwohner sind beunruhigt, weil die Wölfe offenbar auch vor speziellen Schutzzäunen keinen Halt machen. Dennoch setzt NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) weiter auf Schutzmaßnahmen.

Bislang hatten Schafshalter einen Anspruch auf entsprechende Zäune, die Umweltministerin will die Förderung jetzt auch auf Pferde- und Kleinpferdekoppeln ausweiten.

Verwaltungsgericht entscheidet gegen Abschuss

Die Klage eines Schafhalters auf eine sogenannte "Entnahme" - also den Abschuss oder die Umsiedlung - der "Problemwölfin" hat das Verwaltungsgericht Düsseldorf im Mai 2021 abgewiesen.

Stand: 30.11.2021, 14:04