"Windloch"-Höhle im Bergischen größer als gedacht

Forscher entdecken Höhle in Engelskirchen

"Windloch"-Höhle im Bergischen größer als gedacht

  • "Windloch"-Höhle im Bergischen größer als angenommen
  • Eventuell weitere Riesenhöhle in NRW
  • Besichtigungen werden nicht möglich sein

Die in Engelskirchen entdeckte "Windloch"-Höhle ist deutlich größer als bisher angenommen. Insgesamt seien bisher Gänge mit einer Gesamtlänge von zwei Kilometern vermessen worden, sagte Stefan Voigt, Vorsitzender des Arbeitskreises Kluterthöhle (AKKH), am Mittwoch (12.06.2019).

Eventuell weitere Riesenhöhle in NRW

Die tatsächliche Größe lässt sich noch nicht abschätzen. Von einer Riesenhöhle spricht die Forschung ab einer Ganglänge von fünf Kilometern. Dazu zählen zum Beispiel die Kluterthöhle in Ennepetal und die Atta-Höhle im Sauerland.

Erforschung hat gerade erst begonnen

Im März hatten die Höhlenforscher erstmals die Millionen Jahre alte Höhle im Ründerother Mühlenberg in Engelskirchen betreten. Seitdem reißt ihre Begeisterung nicht ab. "Es handelt sich um ein Labyrinth, in dem man sich auch leicht verlaufen kann", so Voigt.

Fast jedes Wochenende seilen sich die Forscher seit März durch den engen Einstieg etwa 15 Meter bis zum Boden ab. In den Gängen stoße man dann ungewöhnlicherweise kaum auf Hindernisse. Dafür aber auf viele mineralische Ablagerungen, Tropfsteine, Kristalle und Korallen.

Höhlenbesichtigung wird zu teuer

Einige Gänge seien bis zu 40 Meter lang, fünf Meter breit und zehn Meter hoch. "Das ist einfach gigantisch", sagt Voigt vom AKKH. Besucher werden das allerdings nicht sehen können. Eine neue begehbare Tropfsteinhöhle wäre nach Angaben der Forscher zu teuer.

Der Höhlenforscher-Verein AKKH betreue schon jetzt allein im westlichen Sauerland und im Bergischen Land mehr als 300 Höhlen.

Spektakuläre Höhle in Engelskirchen entdeckt 03:18 Min. Verfügbar bis 05.04.2020

Stand: 12.06.2019, 10:40