"Hochzeits-Blockade" auf der A3: Neue Ermittlungen

Das Foto der Polizei zeigt einen Hochzeitskorso auf der Autobhan A3

"Hochzeits-Blockade" auf der A3: Neue Ermittlungen

  • Gefährliche "Hochzeits-Blockade" auf der Autobahn
  • Polizei stößt jetzt auf weitere Straftaten
  • Verstöße gegen das Waffengesetz, Fahren ohne Fahrerlaubnis

Die Fälle von ausufernden Hochzeitskorsos, bei denen unter anderem aus Schreckschusspistolen geschossen oder der Verkehr sogar auf Autobahnen blockiert wird, um Fotos zu schießen, häufen sich. Der Fall einer Hochzeitsgesellschaft auf der A3 bei Ratingen von März 2019 hat ein weiteres Nachspiel: Es gebe nun unter anderem Ermittlungen wegen des Verdachts auf Verstöße gegen das Waffengesetz, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag (15.09.2019).

Verstöße gegen das Waffengesetz

Im Mai hatte die Polizei zusammen mit einem Spezialeinsatzkommando Wohnungen durchsucht und unter anderem Handys und Computer beschlagnahmt. Bei der Auswertung habe man auch Bilder von den Geschehnissen auf der Autobahn gefunden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Die Polizei stieß bei ihrer Arbeit auch auf Verdachtsmomente, die es vorher gar nicht gab. Neben Verstößen gegen das Waffengesetz werde nun auch wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis ermittelt, so der Sprecher.

Autobahnspuren blockiert

Die Blockade auf der A3 bei Ratingen hatte bundesweit für Schlagzeilen gesorgt. Dabei hieten die Autos unter anderem mitten auf der A3 in Fahrtrichtung Köln an und blockierten sämtliche Spuren. Gleichzeitig stiegen Menschen aus ihren Autos, um Fotos von der Aktion zu machen.

Die Düsseldorfer Polizei gründete eigens eine Ermittlungskommission. In den Monaten danach häuften sich Berichte über eskalierende Hochzeits-Korsos.

Drei Hochzeitskorsos sorgen für Ärger

00:27 Min. Verfügbar bis 02.09.2020

Stand: 15.09.2019, 08:48

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