Hochwasser zerstört Schulen und Kitas in Stolberg und Eifel

Stolberg Rathausstrasse

Hochwasser zerstört Schulen und Kitas in Stolberg und Eifel

Von Wolfgang Deutz

Das Hochwasser zwischen Stolberg, Niederzier und Bad Münstereifel hat dutzende Schulen und Kitas stark beschädigt oder komplett zerstört. Alleine in Stolberg sind drei Schulen und sieben Kitas betroffen.

Eine komplette Schadensübersicht steht vielerorts noch aus. Die Hilfsbereitschaft ist aber groß. Entlang des Vichtbachs und der Inde wird in Stolberg und Eschweiler seit Tagen kräftig mit angepackt. Schlamm wird aus gefluteten Unterrichtsräumen abtransportiert, kaputtes Mobiliar und defekte Computer entsorgt.

Schulen müssen umziehen

Dennoch: Viele Schulen, darunter auch die Grundschule Kornelimünster, müssen nach den Sommerferien umziehen. Wohin, das ist oft noch gar nicht klar. Die betroffenen Kommunen und die Träger, wie das DRK oder die Arbeiterwohlfahrt, suchen jetzt nach Ausweichquartieren. Im Gespräch sind Behindertenwerkstätten oder Bürgerhallen. Bis zum Ende der Sommerferien gibt es noch viel zu tun.

Die Zeit drängt

Schon in drei Wochen enden die Sommerferien. Ob bis dahin wirklich für alle Kinder eine Lösung gefunden werden kann, das will und kann noch niemand mit Gewissheit sagen.

Ähnlich sieht es bei den Kitas in den vom Hochwasser betroffenen Kommunen aus: Hier gibt es entweder eine Notbetreuung oder die Kinder wurden auf andere Kitas verteilt. Darunter in Schleiden. Besonders problematisch sieht es in Gemünd aus. Hier gelten zwei Einrichtungen des DRK als so schwer beschädigt, dass sie möglicherweise abgerissen werden.

Auch Lehrer und Erzieher betroffen

Vom Hochwasser betroffen sind aber nicht nur die Kinder. Auch Erzieher und Lehrer stehen vor einem Berg von Problemen. Sie haben zum Teil selber Haus, Wohnung oder Auto durch das Hochwasser verloren und wissen selber noch nicht, wann und wie sie wieder zurück in den Dienst kommen. Auch deshalb ist unklar, ob überall wieder zeitnah eine geregelte Betreuung oder ein regulärer Unterricht stattfinden kann. Kommunen und Träger raten insbesondere berufstätigen Eltern von Kleinkindern sich möglichst zeitnah mit ihren Kitas in Verbindung zu setzen, um so schnell einen Notbetreuungsplatz zu finden.

Stand: 27.07.2021, 18:19