Ticker: Nach dem Hochwasser im Bergischen

Backsteingebäude und ein davor geparktes Auto sind überflutet

Ticker: Nach dem Hochwasser im Bergischen

Der Starkregen hat das Bergische Land besonders getroffen. Talsperren liefen über, Flüsse traten über die Ufer. Zurück blieb Zerstörung, die Aufräumarbeiten laufen. Hier gibt es Informationen aus Wuppertal, Remscheid, Solingen, dem Kreis Mettmann, dem Oberbergischen Kreis und dem Rheinisch-Bergischen Kreis.

Soforthilfe in Wuppertal

Nachdem das Land am Donnerstag (22. Juli) gegen Mittag die Antragsformulare und Konditionen für die Hilfe veröffentlicht hatte, wurden die betroffenen Bürgerinnen und Bürger in Beyenburg und der Kohlfurth nach Angaben der Stadt am selben Tag damit versorgt. Bereits am Freitag (23.07.2021) seien erste Beträge an die Betroffenen überwiesen werden.

In der Kohlfurth gingen Mitarbeiterinnen der Diakonie zu den betroffenen Haushalten, händigten die Anträge persönlich aus und unterstützten bei Bedarf beim Ausfüllen. Die Besuche wurden außerdem für weitere Beratungsgespräche genutzt.

In Beyenburg seien die Formulare am Donnerstagabend auf einer Bürgerversammlung mit Stadtspitze und Wupperverband verteilt. Dort hat die Verwaltung zudem eine Anlaufstelle im ehemaligen Bürgerbüro für Soforthilfeanträge und Beratung eingerichtet. Parallel sind Mitarbeiterinnen der Caritas als Ansprechpartnerinnen mit Sprechstunden in einem Bus und für Hausbesuche in Beyenburg unterwegs. Bis zum Freitagmittag wurden nach Angaben der Stadt bereits die ersten rund fünfzig Anträge abgegeben

Hilfe für Remscheider nach der Flut

Remscheider Haushalte, die bei der Flutkatastrophe am 14./15. Juli zu Schaden gekommen sind, erhalten am morgigen Samstag (24.07.21)i, eine unbürokratische Soforthilfe in Höhe von maximal 3.500 Euro im Remscheider Rathaus. Das teilte die Stadt mit.Von 11 bis 16 Uhr können Betroffene die Soforthilfe beantragen. Die Mittel stammen aus dem Soforthilfepaket, das das Landeskabinett am Donnerstag (22.07.21) für von der Unwetterkatastrophe betroffene Gruppen beschlossen hat.

Die Bürgerhilfe wird nach Angaben der Stadt unmittelbar mit einem Mindestbetrag von 1.500 Euro (für die antragstellende Person) und einem Höchstbetrag von 3.500 Euro pro Haushalt (500 Euro für jede weitere Person im Haushalt) gewährt. Das Geld sei als erste finanzielle Überbrückung gedacht, um beispielsweise eine vorübergehende akute Notlage bei der Unterkunft oder bei der Beschaffung von Haushaltsgegenständen zu bewältigen.

Nach der Flut: SPD fordert personelle Konsequenzen beim Wupperverband

Die SPD im Düsseldorfer Landtag fordert nach den Überflutungen in Wuppertal, Leichlingen und Solingen personelle Konsequenzen beim Wupperverband. "Auch als absehbar war, dass es Starkregen geben würde, hat der Wupperverband weiter Wasser angestaut. Diese Fehlentscheidung hat Milliardenschäden verursacht", sagte der SPD-Landtagsabgeordnete Andreas Bialas dem "Kölner Stadt-Anzeiger". "Es kann nicht sein, dass einer Altenpflegerin, die übriggebliebene Brötchen mit nach Hause nimmt, gekündigt wird, und man sich in so einem schweren Fall um die Verantwortung drückt", sagte der Politiker der Zeitung.

Corona-Test für Helfer

Vor allem die Opfer des Hochwassers und die Helfer sollen sich jetzt dringend auf Corona testen lassen, sagt die Stadt Solingen. Die Inzidenz in Solingen ist weiter gestiegen - von gestern 54 auf heute 68 (23.07.). Und bei den kostenlos angebotenen PCR Tests in dieser Woche im Stadtteil Unterburg seien von 50 getesteten Personen 2 positiv.  Es haben sich allerdings auch nur wenige testen lassen, so die Stadt.

Dammbruch drohte: Beverteich bei Hückeswagen abgelassen

Am Donnerstag (22.07.21) wurde ein großer Teil des Wassers aus dem Beverteich bei Hückeswagen abgelassen. Grund: der Damm drohte zu brechen. Die drohende Gefahr war den Experten zu groß. Eine Tiefbaufirma hat deshalb heute eine Öffnung für das Wasser am Wehr gebaggert. Der Wasserstand des Beverteiches hat sich dadurch um rund einen Meter gesenkt. Wäre der Damm gebrochen, hätte es eine Flutwelle gegeben. Deshalb mussten nach dem Starkregen vergangene Woche rund 800 Anwohner ihre Häuser verlassen. Welche Auswirkungen das Ablassen des Wasser für die Flora und Fauna rund um den Beverteich hat, ist noch nicht abzusehen.

Horizontaler Ausblick beim Beverteich

Der Beverteich bei Hückeswagen

Wupperverband überprüft Talsperren-Strategie

Der Wupperverband will seine Strategie der Talsperren-Bewirtschaftung überdenken. Dabei geht es vor allem darum, wie künftig im Sommer gehandelt wird. Von einem "Jahrtausend-Ereignis" hatte der für die Wasserwirtschaft im Bergischen Land zuständige Verband nach dem Unwetter der vergangenen Woche gesprochen, und davon, dass man damit aufgrund der Vorhersagen nicht hätte rechnen können. Bislang wird im Winter ein Puffer in den Talsperren für Dauerregen und Schneeschmelze freigehalten. Für den Sommer ist das nicht vorgesehen.

Auf Anfrage des WDR räumte der Wupperverband ein, dass dies überdacht werden müsse. Den Aufzeichnungen zufolge waren sowohl Wuppertal- als auch Bevertalsperre noch am vergangenen Mittwoch (14.07.21) fast randvoll. Anwohner werfen dem Verband vor, zu spät Wasser abgelassen und so Überschwemmungen gefördert zu haben.

Vorsorgliche Evakuierung

In Leichlingen-Büscherhöfen mussten Anwohner ihre Häuser am Abend verlassen - ein Fischteich drohte überzulaufen. Mit 2.000 Sandsäcken sicherte die Feuerwehr unter anderem das Altenheim. Feuerwehr und auch Landwirte pumpten den Teich ab. In der Nacht dann die Entwarnung. Es bestehe keine Gefahr, so die Stadt. Leichlingen stellt zu dem klar: entgegen aktuell kursierende Gerüchte drohen weder Bevertalsperre noch eine andere Talsperre überzulaufen.

Schwebebahngerüst hat gehalten

Die Schwebebahn in Wuppertal kann am Wochenende wieder fahren. Auch der Neustart Ende Juli sei nicht gefährdet, so die Stadtwerke. Mit der Statik des Gerüsts sei alles in Ordnung. Nur die Station Kluse bleibt gesperrt. Bei der Überflutung wurde der Technikraum zerstört.

Bewohner dürfen zurück

Die Bewohner im überfluteten Solinger Stadtteil Unterburg dürfen ihre Häuser wieder betreten, sagt die Stadt. Ab heute können die Anwohner auch wieder mit ihren Autos zu den Häusern und Sperrmüll rausstellen. In Burg mussten 700 Menschen ihre Wohnungen verlassen.

Hochwasser-Hilfe in Remscheid

Die Stadt hat eine Hotline für Hochwasser-Opfer geschaltet. Außerdem will das Ordnungsamt persönlich zu 200 Häusern gehen und fragen, welche Hilfe die Menschen brauchen. Auch gebe es eine Vielzahl von Sachspenden. Wer etwas braucht, findet Informationen dazu auf der Internetseite der Stadt Remscheid.

Spendenbereitschaft groß

Mehr als 400.000 Euro haben die Solinger schon für Hochwasser-Opfer gespendet. Das Geld soll jetzt verteilt werden: Hochwasser-Geschädigte können bei der Stadt eine Soforthilfe von bis zu 3.000 Euro beantragen. Das alleine werde nicht reichen, sagte Oberbürgermeister Tim Kurzbach (19.07.2021). Bund und Land hätten Unterstützung zugesagt. Anträge auf die Soforthilfe können per Mail gestellt werden oder direkt vor Ort- Im Stadtteil Unterburg steht ein mobiles Büro der Stadt.

Stadt nicht versichert

Die Stadt Wuppertal muss die Schäden, die durch das Hochwasser entstanden sind, selbst zahlen. Sie habe keine Versicherung dafür, so das Gebäudemanagement. Besonders hohe Schäden gibt es etwa in der Gesamtschule Barmen, im Engels- und Opernhaus. Allein die Reparaturen im Opernhaus schätzt das Gebäudemanagement auf sechs bis 10 Millionen Euro. Reparaturen müssten europaweit ausgeschrieben werden. Statiker prüfen zurzeit, ob das Schwebebahngerüst noch sichersteht und nicht unterspült wurde.

Schule vom Hochwasser zerstört

In Leichlingen ist die Paul-Klee-Schule beim Unwetter möglicherweise irreparabel zerstört worden. Das bedeutet, dass die Klassen schon wieder für Jahre in andere Gebäude umziehen müssen. Erst 2018 war die Schule nach Hochwasser von einer Schlammlawine überrollt worden, woraufhin die Kinder lange Zeit woanders unterrichtet werden mussten. Für sie war und ist das ein besonders großes Problem, weil sie wegen ihrer Beeinträchtigungen mit der Situation noch schlechter umgehen können als andere. Das Ausmaß der Schäden jetzt ist noch nicht abzuschätzen. Die Feuerwehr pumpt noch immer Wasser aus dem Gebäude.

Künstler sammeln Geld

Bei vielen Konzerten im Bergischen Land sammeln Veranstalter Geld für Unwetteropfer und das, obwohl die Kulturszene durch die Corona-Pandemie selbst finanziell stark angeschlagen ist. Am vergangenen Wochenende sind bei einer spontanen Sammelaktion in Solingen über 1.500 Euro zusammen gekommen. Ab dem nächsten Wochenende verkaufen 40 Künstler vom Solinger City Art Projekt Bilder zugunsten der Hochwasseropfer.

Gaffer behindern Aufräumarbeiten

Schaulustige haben am Wochenende in Leichlingen die Aufräumarbeiten nach dem Hochwasser behindert. Sie haben sich an Absperrungen vorbeigedrängt und teils sogar mit Drohnen gefilmt, so die Stadt.

A1 im Bergischen wieder frei

Die Autobahn 1 konnte am Sonntagnachmittag (18.07.21) wieder freigegeben werden. Sie war mehrere Tage zwischen Wermelskirchen und dem Leverkusener Kreuz in beiden Richtungen komplett gesperrt. Überprüfungen haben ergeben, dass es keine Schäden durch das Hochwasser gegeben hat. Nachdem sie gründlich gereinigt wurde, konnte die Sperrung aufgehoben werden.

Verkehrschaos behindert Aufräumarbeiten

Das Verkehrschaos in Leichlingen droht aktuell laut Auskunft der Stadt Überhand zu nehmen (18.07.21). Staus zögen sich durch das gesamte Stadtgebiet, was den Abtransport der Müllberge erheblich verzögere. Dabei würden auch viele Wagen von außerhalb beobachtet. Die Stadt bat erneut darum, dass Anwohner und Helfer das Auto möglichst stehen lassen und der Durchgangsverkehr aus anderen Städten möglichst stark reduziert wird.  

Überwältigende Hilfsbereitschaft

Die Stadt Solingen bittet freiwillige Helfer, nicht mehr nach Unterburg zu fahren (18.07.21). Dort sind zahlreiche Menschen im Einsatz, um bei den Aufräumarbeiten zu helfen. Allerdings würden an anderer Stelle dringend Menschen gesucht, die anpacken können. Das gilt auch für die anderen Städte und Kreise. Viele Privatleute, Firmen und Vereine schaufeln derzeit Schlamm aus ihren Häusern und können dringend Unterstützung brauchen. Wer helfen möchte, sollte sich an die entsprechenden Koordinierungsstellen wenden, die überall von den Kommunen eingerichtet wurden.

Oberberg hilft in Münster und im Rhein-Erft-Kreis

Drei Mitglieder der Personenauskunftsstelle Oberberg sind zum Institut der Feuerwehr nach Münster ausgerückt. Sie leisten dort am Sonntag (18.07.21) Dienst und unterstützen die "PASS NRW/Westfalen" . Diese nimmt die Daten von obdachlosen und anderen betroffenen Personen sowie Vermisstenanfragen telefonisch auf. Auißerdem sind derzeit vier Kräfte des oberbergischen PSU-Teams (Psychosoziale Unterstützung) im Rhein-Erft-Kreis im Einsatz. Sie helfen Einsatzkräften dabei, belastende Eindrücke zu verarbeiten.

Vermittlungsbörse im Rheinisch-Bergischen Kreis

Der Kreis hat eine Stelle eingerichtet, die nach dem Unwetter Hilfsangebote und Hilfegesuche entgegennimmt und vermittelt. Der Arbeiter-​Samariter-​Bund wurde beauftragt, diese Vermittlungsbörse zu koordinieren. Bürgerinnen und Bürger, die Hilfe benötigen oder helfen möchten - ob mit Sachspenden, persönlichem Einsatz oder anderen Dienstleistungen – können sich per E-Mail an kontakt@asb-bergisch-land.de an die Börse wenden. Sie ist zunächst bis Freitag zu erreichen.

Absperrungen nicht umfahren!

Die Eschbachtalstraße in Solingen-Unterburg muss auch am Sonntag (18.07.21) noch für Aufräumarbeiten gesperrt bleiben. Ebenso die Wupperbrücke in Wupperhof, die durch das extreme Hochwasser und den Anprall zahlreicher Wohnwagen möglicherweise Schaden genommen hat und statisch überprüft werden muss. Die Solinger Feuerwehr und die Technischen Betriebe appellieren dringend, Absperrungen stehen zu lassen und die Sperrungen nicht zu umfahren. Weil Warnbaken immer wieder verschoben werden, haben die Technischen Betriebe bereits begonnen, leichte Absperrungen durch Betonelemente zu ersetzen.

Umweltalarm an Wuppertalsperre

Der Wupperverband hat für die Wuppertalsperre Umweltalarm ausgelöst (17.07.21, 19 Uhr). Die Überschwemmungen durch das Hochwasser haben Stoffe in die Sperre geschwemmt. Jede Nutzung der Talsperre ist vorerst verboten. Auch die Freizeitanlage Kräwi ist geschlossen.

Millionen-Schaden am Opernhaus Wuppertal

Das Hochwasser hat die elektrischen Anlagen im Schauspielhaus und der Oper zerstört (17.07.2021). Das Opernhaus ist nach Angaben eines Sprechers mindestens ein Jahr lang höchstens sehr eingeschränkt bespielbar. Vor zwölf Jahren ist das Wuppertaler Opernhaus saniert worden. Jetzt ist alles unterhalb der Bühne kaputt. Die gesamte Bühnentechnik, die Elektrik und die Belüftungsanlage sowie der Orchestergraben standen unter Wasser. Eine Oper ohne Bühnenmaschinerie sei schwer zu fahren, so der Leiter der Haustechnik. Auch die Büroräume im Erdgeschoss müssten saniert werden. Da der Schaden fünf Millionen Euro übersteige, werde die Reparatur europaweit ausgeschrieben. Das alleine könne Monate dauern.

Hilfsaktionen im Bergischen

Überall im Bergischen helfen die Menschen mit unterstützen Hilfskräfte. Durch Aufrufe in Sozialen Netzwerken finden sich die Menschen zusammen.

Landgericht Wuppertal geschlossen

Das Landgericht Wuppertal bleibt nach seiner Überflutung noch die gesamte kommende Woche geschlossen. Es sei erst am Freitagnachmittag gelungen, das vollgelaufene Untergeschoss leer zu pumpen, sagte ein Gerichtssprecher am Samstag (17.07.2021, 11:30 Uhr). Die Technik des historischen Gebäudes auf einer Insel in der Wupper sei komplett lahmgelegt. Das Landgericht sei deshalb für alle Besucherinnen und Besucher gesperrt. Auch über Telefon oder Fax sei es nicht erreichbar. Eilige Anträge nehme das Amtsgericht Solingen entgegen. Die Verhandlungen einiger Prozesse, die nicht unterbrochen werden dürfen, sollten vorübergehend im Amtsgericht Velbert stattfinden.

Ministerin in Solingen

Bundesumweltministerin Svenja Schulze, SPD, hat sich im Ortsteil Glüder einen Überblick über die Hochwasserschäden verschafft (16.07.21). Glüder liegt direkt an der Wupper und ist besonders betroffen. Die Ministerin lobte die Zusammenarbeit der Behörden und kündigte für die betroffenen Kommunen schnelle Hilfen an.

Gaffer stören

Die Wuppertaler Polizei ruft dringend dazu auf, die Einsatzkräfte in Ruhe arbeiten zu lassen. Immer wieder gebe es Meldungen, dass Schaulustige die Einsätze oder auch Aufräumarbeiten behindern. Außerdem wird dringend davor gewarnt, Absperrungen an Straßen wegzuräumen oder zu umfahren. Manche Straßen könnten unterspült sein, auch Erdrutsche seien möglich. Wer die Absperrungen missachte, begebe sich in Lebensgefahr, so die Polizei.

Solingen: Freibad Heide bleibt zu

Durch den Starkregen war am Mittwoch (14.07.21) auch das Freibad Heide überschwemmt worden. Wasser war in den Technikkeller eingedrungen, außerdem hatte ein überfließender benachbarter Teich die Becken überflutet. Nachdem der Keller wieder trocken gelegt worden ist, ist klar, dass alle dort vorhandenen Pumpen mit Motoren sowie ein Kompressor ausgebaut und gewartet werden müssen. Voraussichtlich Ende Juli können sie wieder in Betrieb genommen werden. Danach kann die Wasseraufbereitung wieder starten. Der Freibad-Betrieb kann erst dann wieder aufgenommen werden, wenn die Ergebnisse der notwendigen Wasserproben vorliegen, frühestens am 14. August.

Wuppertal: erste Öffnungen

Nach dem Starkregen und den Überflutungen öffnen die ersten städtischen Einrichtungen wieder (16.07.21). Laut Stadt sind etwa die Schwimmoper und das Gartenhallenbad wieder geöffnet, wobei der Parkplatz am Gartenbad aktuell noch nicht freigegeben ist. Auch die Zentralbibliothek und die Stadtteilbibliotheken sind wieder zu den üblichen Öffnungszeiten erreichbar. Das Von der Heydt-Museum wird am Samstag wieder für Besucher geöffnet sein.

Hückeswagen: Zurück in die Häuser

Die Lage in Hückeswagen hat sich entspannt. Die 800 Menschen, die ihre Häuser am Mittwoch vorsorglich verlassen mussten, dürfen zurück in ihre Wohnungen (17.07.21). Es ist kein weiterer Regen gefallen und der Wasserstand der Wupper sinkt. Auch der Damm am Beverteich hat gehalten. Jetzt beginnen die Aufräumarbeiten. Die Straße nach Wipperfürth entlang der Wupperauen bleibt aber weiterhin gesperrt.

Gerichte lahmgelegt

Land- und Amtsgericht in Wuppertal bleiben wegen der Hochwasserschäden bis zum 23. Juli geschlossen. Alle angesetzten Sitzungen sind abgesagt. Ein Eil- und Bereitschaftsdienst sei aber eingerichtet, hieß es am Freitag (16.07.21). In dringenden Fällen können Bürger das Amtsgericht Solingen ansprechen. Zwei Untergeschosse des Gerichts-Zentrums waren am Donnerstag voll Wasser gelaufen. Auch der Serverraum wurde in Mitleidenschaft gezogen. 

Autobahnkreuz wieder frei, A1 weiter gesperrt

Im Sonnborner Kreuz sind wieder alle Verbindungen von und zur A46 und A535 befahrbar. Das meldet die Autobahn GmbH Rheinland. Zuvor hatte sie wegen der Wetterlage drei Verbindungen gesperrt. Die A1 hingegen bleibt zwischen Wermelskirchen und Leverkusen in beiden Richtungen gesperrt. Und das voraussichtlich auch noch etwas länger, sagte ein Sprecher der Autobahn GmbH, weil das Kreuz Leverkusen immer noch unter Wasser steht und man noch nicht weiß, wie die Fahrbahn darunter aussieht.

Trinkwasser muss abgekocht werden

Die aktuelle Hochwassersituation beeinträchtigt die Trinkwasserversorgung (16.07.21, 7.32 Uhr). Der Kreis Mettmann hat daher ein Trinkwasser-Abkochgebot angeordent. Die Menschen in Wülfrath, Velbert und Heiligenhaus und einige Stadtteile von Ratingen müssen ihr Trinkwasser abkochen. Das ist notwendig, weil die Haushalte dort ihr Wasser aus Nähe der Ruhr bekommen. Dieses Trinkwasser mischt sich wegen des Hochwassers jetzt mit dem Flusswasser. Deshalb desinfiziert das zuständige Wasserwerk das Wasser jetzt mit Ozon, UV-Licht sowie Chlor in extrem hoher Konzentration. Dadurch ist mit gravierenden Geschmacks- und Geruchsveränderungen zu rechnen. - Und deshalb muss das Wasser abgekocht werden. Unter dem Link können Sie schauen, ob ihr Haus davon betroffen ist:

Nachbarschaftshilfe gefragt

Der Oberbürgermeister aus Solingen ruft die Bürger zur Nachbarschaftshilfe auf, um die Feuerwehr und anderen Helfer zu entlasten (16.07.21, 7.13 Uhr). Noch immer warten viele Solinger darauf, dass ihre Keller ausgepumpt, oder abgebrochene Bäume entfernt werden. Weil die Helfer und Helferinnen seit Mittwoch im Dauereinsatz sind, bittet Tim Kurzbach die Bürger selber anzufassen und gemeinsam mit anderen, kleinere Schadenfälle zu erledigen. Wer Hilfe anbieten möchte, kann sich bei der Stadt melden. Dafür hat die Stadt am Abend eine Koordinierungs-Hotline eingerichtet. In den nächsten Tagen soll es auch ein Spendenkonto bei der Gerd Kaimer-Bürgerstiftung geben.

Pumpen laufen an in Unterburg

Die Feuerwehr Solingen will am Freitag Vormittag in Unterburg das Wasser aus den Kellern abpumpen (16.07.2021, 07.12 Uhr). Voraussetzung, dass der Pegelstand der Wupper und des Eschbachs das erlauben. Die Technischen Betriebe haben bereits Sperrmüll und Treibgut entsorgt. Auch in Untenrüden sollen die Pumpen zum Einsatz kommen. Die etwa 700 Menschen, die ihre Wohnungen verlassen mussten, können aber frühestens nächste Woche zurück in ihre Häuser.

Unterburg: Lage in Solingen Lokalzeit Bergisches Land 15.07.2021 02:27 Min. Verfügbar bis 15.07.2022 WDR Von Rita Jäger

Unwetter trifft Klingelnberg

Ein Standort des Maschinenbauers Klingelnberg in Hückeswagen wurde beim Unwetter zu einem großen Teil überflutet (16.07.2021, 7.20 Uhr). Das Werksgelände wurde gesperrt. Nach Firmenangaben ist von relevanten Schäden an Gebäuden, Einrichtung, Maschinen und Produktionsmitteln auszugehen. Genaue Angaben zur Schadenshöhe seien aber noch nicht möglich, teilte das an der Schweizer Börse notierte Unternehmen mit. Es rechne mit Belastungen, die für das laufende Geschäftsjahr ergebnis- und umsatzrelevant werden könnten. Klingelnberg beschäftigt in Hückeswagen an zwei Standorten rund 750 Mitarbeiter, davon etwa 650 an dem Ort, der von der Überschwemmung betroffen ist.

Situation in Hückeswagen Lokalzeit Bergisches Land 15.07.2021 02:17 Min. Verfügbar bis 15.07.2022 WDR Von Wolfgang Völkel

Flutwelle der Wupper ausgeblieben

Die befürchtete Flutwelle der Wupper ist ausgeblieben. Dennoch können die Feuerwehren keine Entwarnung geben. Die Feuerwehr in Wuppertal sagt, es sei immer noch kritisch. Dadurch, dass es in der Nacht nicht mehr geregnet hat, habe sich die Sorge rund um die Wupper zwar beruhigt, aber es gibt noch immer etwa 900 offene Einsätze. Und es gibt immer noch Haushalte ohne Strom. Der sei wegen übergelaufener Keller in einigen Bereichen immer noch abgeschaltet.

Hückeswagener mussten Häuser verlassen

In Hückeswagen unterhalb der Bevertalsperre ist laut Feuerwehr alles in Stand geblieben (16.07.21, 7.25 Uhr). Die etwa 800 Menschen, die aus Sicherheitsgründen ihre Häuser verlassen mussten, sind aber immer noch bei Freunden, Familie und in einer Mehrzweckhalle untergebracht. Gegen 10 Uhr soll ihnen mitgeteilt werden, ob sie zurück in ihre Häuser können. Das wird dann nach Rücksprache mit dem Beververband entschieden.

Leichlinger noch vermisst

In Leichlingen wird weiterhin ein 86-Jähriger Mann vermisst (16.07.21, 7.10 Uhr). Er war gestern bei einem Brand in einem Haus verletzt worden und konnte wegen des Hochwassers noch nicht gefunden werden.

Wuppertal: Schäden noch nicht absehbar

Die Stadt hat in einer Pressekonferenz mitgeteilt, dass man den genauen Umfang der Schäden noch gar nicht einschätzen kann. Was unter anderem bekannt ist:
- 2 Schäden in Turnhallen (Adlerbrücke, Simonsstraße)
- Der Keller des Engelshauses ist vollgelaufen
- Im Opernhaus ist Wasser in den kompletten Unterbereich gelaufen - der Orchestergraben steht voll Wasser
- Im Schauspielhaus steht im Keller 60 Zentimeter hoch das Wasser (zum ersten Mal seit der Einweihung in den 60ern)

Wuppertal: Strom bald komplett wieder da

Die Stromversorgung in den vom Starkregen betroffenen Stadtteilen wird nach und nach wieder hergestellt und freigeschaltet (15.07.21, 16:50 Uhr). Die Stadt bittet trotzdem noch um Vorsicht. Vor allem Keller sollten nur betreten werden, wenn dort nichts defekt ist, was Strom leitet. Sonst bestehe die Gefahr, einen Stromschlag zu bekommen.

Wupperverband weist Kritik zurück

Der Wupperverband weist Kritik zurück, dass er die Bever- und Wuppertalsperren zu spät und nicht ausreichend entwässert habe. Anwohner in Hückeswagen, die in der vergangenen Nacht ihre Häuser verlassen mussten, hatten beklagt, dass in den Talsperren nicht genügend Raum zum Zurückhalten der Regenmengen existiert habe. Bereits seit Sonntag sei Wasser aus Bever- und Wuppertalsperre abgelassen worden, so Wupperverbandsvorstand. Die Niederschläge seien jedoch ein Jahrtausendereignis gewesen, das man nicht habe vorhersehen können. Deshalb seien gestern Abend die Talsperren so voll gelaufen, dass die Regenzuflüsse nicht mehr zurückgehalten werden konnten. In Hückeswagen hatte das dazu geführt, dass ein Stauweiler unterhalb der Talsperre zu brechen drohte und deshalb rund 100 Häuser in der Stadt evakuiert werden mussten.

A46/A535: Kurzfristige Sperrungen im Sonnborner Kreuz

Im Sonnborner Kreuz (A46/A535) sind aktuell (15.07.21, 16:20 Uhr) Verbindungen gesperrt: Von der A46 aus Düsseldorf kommend ist keine Abfahrt nach Sonnborn und auf die A535 nach Essen möglich. Und von der A535 aus Essen kommend ist keine Abfahrt nach Solingen möglich. Teile des Bauwerkes sind momentan überschwemmt. Die Autobahn GmbH Rheinland will die Verbindungen so schnell wie möglich wieder freigeben.

Sperrmüll unkompliziert

In Wuppertal will die Abfallwirtschaftsgesellschaft zusammen mit der Straßenreinigung Wuppertal ab dem kommenden Wochenende versuchen, den herausgestellten Sperrmüll einzusammeln. Die AWG bittet eindringlich darum, ausschließlich nur den durch das Unwetter verursachten Sperrmüll herauszustellen. Der Service soll auch an den folgenden Wochenenden angeboten werden. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Auch die Stadt Langenfeld bietet eine kostenlose Sperrmüll-Abfuhr an. Der Betriebshof wird dort in den kommenden Tagen Extra-Schichten einlegen. Termine müssen telefonisch oder per Mail abgestimmt werden. Außerdem werden in besonders betroffenen Bereichen auch Container zur Entsorgung aufgestellt.

Freibad Eschbachtal: Wiedereröffnung fraglich

Ob das Freibad Eschbachtal in dieser Badesaison erneut an den Start gehen kann, wird sich aller Voraussicht nach in der nächsten Woche zeigen. Nach dem gestern (14.07.21) gemeldeten „Land unter“ im ältesten Binnenfreibad Deutschlands ist heute die Schadenslage kaum überschaubar. Nach wie vor drückt weiter Wasser aus den Hängen und sammelt sich auf dem Schwimmbadgelände. Und so bleibt es voraussichtlich noch in den nächsten Tagen. Rund drei Wochen setzen die Experten anschließend an, die Becken wieder nutzbar zu machen. Dieser Zeitplan setzt allerdings voraus, dass sich keine weiteren Schäden an den Becken auftun. Angesichts der regulären Planung, das Freibad bei stabiler Wetterlage bis Anfang September offen zu halten, kann es also zeitlich eng werden.

Wasser, Wasser, Wasser - das Unwetter im Bergischen Land

Bilder der Verwüstung und Überflutung. Rekordstände der Bäche und Flüsse, vollgelaufene Keller und Häuser - ein Juli, an den wir uns noch lange erinnern werden.

Fachwerkhaus wird von steigendem Wasser umspült

Der Balkhauser Kotten in Solingen. Die Folgen dort sind kaum absehbar.

Der Balkhauser Kotten in Solingen. Die Folgen dort sind kaum absehbar.

In Sprockhövel kam das Wasser an einigen Häusern gefährlich hoch.

Solingen-Unterburg: stellenweise kein Durchkommen.

Besonders schlimm hat es auch Velbert-Langenberg getroffen.

Dort hieß es, retten was zu retten ist.

Dramatische Situation in Leichlingen: mitten im Hochwasser brennt ein Haus.

Und auch in der Leichlinger Innenstadt wissen Wasser und Treibgut kaum wohin.

Auch das Cafe Meyer in Unterburg hat es getroffen.

An der Bevertalsperre: das Wasser muss weg!

Sorgte für Sendeausfälle: Wasser im WDR-Studio Wuppertal.

Hückeswagen: eine Seen-Landschaft.

Aufräumen in Velbert-Langenberg.

Voll bis zum Anschlag: Beyenburg blickt mit Bangen aufs Wasser.

Völlig zerstört: die Adler-Apotheke in Velbert-Langenberg.

Dieses Haus in Unterburg wird kaum noch zu retten sein.

Unglaubliche Hilfsbereitschaft überall - so wie hier in Beyenburg!

Warnung: Nicht an die Wupper gehen

Die Stadt Radevormwald warnt ausdrücklich, sich  der Wupper zu nähern, da der Pegel weiterhin sehr hoch ist und der Fluss als „gefährlich reißend“ bezeichnet werden muss. Auch wenn die Straßen zum Teil wieder freigegeben sind, sollen Verkehrsteilnehmer besonders in den Außenbereichen Rades vorsichtig fahren, weil immer noch Wasser von Hängen abfließt und die Straßen an zahlreichen Stellen zudem durch Geröll oder Schlamm verschmutzt sind. Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr sind weiterhin mit Aufräum- und Pumparbeiten beschäftigt. Die Landstraße L 414 zwischen Neuland und Remlingrade ist weiterhin wegen Überflutung gesperrt und wegen des Hangrutsches bleibt die Straße nach Oberdahl bis auf weiteres gesperrt.

Bilanz aus Haan

Insgesamt hat die Feuerwehr in Haan innerhalb von 36 Stunden cairca 100 Einsätze bewältigt . Am schlimmsten hat es den Ortsteil Gruiten-Dorf erwischt, der bis zu einem Meter unter Wasser stand, weil die Düssel extremes Hochwasser führte. Die Straßensperrungen wegen überfluteter Straßen und umgestürzter Bäume konnten wieder fast vollständig aufgehoben werden. Somit sind auch wichtige Verbindungsstraßen als Rettungswege wieder frei. Dennoch sind umfangreiche Wegeschäden erkennbar. Bisher bekannt sind der Dorfanger in Gruiten sowie das Haaner Bachtal. Zudem wurde die Brücke an der Breidenhofer Mühle durch die Wassermassen vollständig weggerissen.

Erste Bilanz Oberbergischer Kreis

Bis zu 1.300 Einsatzkräfte waren zu Spitzenzeiten seit Mittwochabend (14.07.21) im Einsatz, um die Unwetterschäden zu beseitigen. Einsatzschwerpunkt ist weiterhin der Norden in den Stadtgebieten Hückeswagen und Wipperfürth. Rund 170 Hückeswagener mussten in der Nacht ihre Wohnungen verlassen. Aber auch in Gummersbach, Lindlar und Engelskirchen haben die starken Regenfälle für Überflutungen gesorgt. In Marienheide fiel stundenlang die Stromversorgung aus. Zur Zeit wird die Bevertalsperre kontrolliert abgelassen. Der Damm unterhalb des Beverteiches wird auf seine Stabilität mittels einer Drohnenstaffel überwacht. In Wipperfürth sind Helfer bei der Firma Radium aktiv, um Wasser abzupumpen. In Lindlar Kaiserau sind noch zahlreiche Firmen im Leppetal vom Hochwasser betroffen. Das Klärwerk in Lindlar-Hommerich droht überzulaufen.

Nordbahntrasse und Tunnel Schee gesperrt

Der Tunnel Schee, der die Wuppertaler Nordbahntrasse mit der Sprockhöveler Glückauf-Trasse verbindet, musste bis auf weiteres geschlossen werden. Die anhaltenden Regenfälle haben die Strecke und den Tunnel durch das eingespülten von Geröllmassen und Wasser unpassierbar gemacht. Wann der Tunnel wieder freigegeben werden kann, steht noch nicht fest.

Keine Post in Hückeswagen

Die Brief- und Paketzustellung der Deutschen Post fällt in Hückeswagen heute (15.07.21) in großen Teilen aus.  Der Standort des Zustellstützpunktes und der Pakethalle für Hückeswagen in der Peterstraße ist aufgrund einer Straßensperrung nicht anfahrbar, so das Unternehmen.

Kreuzung Alter Markt nicht befahrbar

Die Kreuzung am Alten Markt in Wuppertal Barmen musste komplett gesperrt werden (15.07.21). Sie befindet sich auf einer Wupperbrücke und ist nicht mehr passierbar. Damit ist eine der wichtigsten Knotenpunkte in Barmen auf der Tal-Achse nicht mehr befahrbar. Autofahrer sollten generell die B7 im Tal meiden und auf Straßen auf den Höhen ausweichen.  

Straßensperrungen in Wülfrath aufgehoben

Die Stadt teilt mit, dass alle unwetterbedingten Straßensperrungen in Wülfrath - bis auf den Tunnel am Aprather Weg - aufgehoben sind. Der Tunnel bleibt bis auf weiteres gesperrt. Alle Straßen sind wieder passierbar.

Zoo wieder geöffnet

Der Zoo in Wuppertal hat am Nachmittag (15.07.21) wieder geöffnet. Am Morgen musste er schließen, weil im gesamten Zoo - auch in den Tiergehegen - der Strom ausgefallen war. Jetzt ist der Strom wieder da. Die für heute geplante Eröffnung des Vogelgeheges Aralandia ist allerdings erstmal verschoben.

Helfer verletzt

In Hückeswagen sind zwei Helfer der DLRG bei ihrem Hilfeeinsatz verletzt worden. Über die näheren Umstände ist noch nichts bekannt. Die Feuerwehr ist im gesamten Kreis unterwegs. In Hückeswagen, Gummersbach und Engelskirchen laufen die Einsätze teilweise durchgehend seit gestern Mittwochabend.

Firma in Lindlar unter Wasser

In Lindlar hat die Leppe am Mittwochabend das Firmengelände von Schmidt&Clemens unter Wasser gesetzt. Für die 600 Mitarbeiter des Edelstahlproduzenten fiel die Frühschicht aus. Wie es weitergeht, steht noch nicht fest. Verletzt wurde beim größten Arbeitgeber in Lindlar niemand.

Wuppertaler Landgericht überflutet

Das Wuppertaler Landgericht ist wegen des Unwetters gesperrt worden. Zwei Untergeschosse und das Parkhaus stehen unter Wasser. Ein Specher sagte, dass die Serverräume jetzt nochmal stärker gesichert werden. Das Landgericht sei telefonisch und auch per Mail voraussichtlich bis morgen nicht zu erreichen.

Pegel Bevertalsperre steigt weiter

Der Pegel der Bevertalsperre steigt weiter. Das Wasser wird dort gerade unkontrolliert abgelassen. Ein unter der Talsperre gelegener Teich ist ein riesiger See geworden. Wenn dort ein Damm brechen sollte, würde es eine riesige Flut durch Hückeswagen geben. Deshab sind 100 Häuser evakuiert worden. 1.000 Personen mussten ihre Wohnungen verlassen.

Ärztehaus in Engelskirchen eingebrochen

In Engelskirchen an der Leppestraße sind die Mauern eines neuen Ärztehauses unter der Hochwasserflut eingebrochen. Die Leppe hatte sich gestaut und eine alte Fußgängerbrücke drückte die Wassermassen gegen den Neubau. Als die Fassade riss, brachte sich das Praxisteam noch in Sicherheit, bevor die Außenwände zusammenbrachen.

Mann stürzte in Kellerschacht

In Solingen starb ein älterer Mann, der in seinem Keller nach dem Rechten schauen wollte. Dabei stürzte er in einen Kellerschacht.

Frau erlitt Stromschlag

In Wuppertal bekam eine Frau einen Stromschlag - ebenfalls, weil sie in ihren überschwemmten Keller gegangen war.

Stadtteile in Solingen evakuiert

In Solingen wurden mehrere Stadtteile evakuiert. Im Moment kann die Feuerwehr nicht absehen, ob die Lage sich noch verschlimmert.

Wupper randvoll

In Wuppertal ist die Wupper randvoll - im Bereich Oberbarmen sogar bereits über die Ufer getreten. In großen Bereichen Wuppertals ist momentan der Strom ausgefallen, oder wurde vorsorglich abgeschaltet

Velbert-Langenberg komplett überflutet

In Velbert-Langenberg hat der Starkregen am frühen Abend den Deilbach über die Ufer treten lassen. In der verwinkelten Altstadt schoss das Wasser in Keller und durch mehrere Fachwerkhäuser hindurch. Einige Häuser und Wohnungen sind unbewohnbar. Autos wurden von den Wassermassen mitgerissen.

Stand: 23.07.2021, 18:32