Kommunen wollen Wiederaufbau nach Hochwasser gemeinsam stemmen

Pressekonferenz zur Unwetterkatastrophe inAachen

Kommunen wollen Wiederaufbau nach Hochwasser gemeinsam stemmen

Von Silke Oettershagen

Die Verwaltungsspitzen der vom Hochwasser betroffenen Orte haben sich am Donnerstag darüber ausgetauscht, wie man Hilfen koordinieren kann – und zwar vom kleinen Handwerker bis zum großen Aufbaufonds.

Vor knapp zwei Monaten kam das Hochwasser, eine Katastrophe für die Menschen in den betroffenen Gebieten. Schnell, gewaltig und nachhaltig – der Wiederaufbau soll jetzt mehrere Jahre dauern. Das haben Verwaltungsspitzen, Unternehmen und Industrie- und Handelskammer bei dem gemeinsamen Gespräch in Aachen immer wieder betont. Die Folgerung daraus: Der Wiederaufbau nach dem Hochwasser muss ein großes Gemeinschaftsprojekt werden.

Beratung bei Anträgen

Erstes Thema in Aachen: Die Anträge für weitere Hilfen von Bund und Ländern. Rund 30 Milliarden Euro soll es geben. Mehr als 12 Milliarden allein für Nordrhein-Westfalen. Die sollen vor allem bei Schäden eingesetzt werden, für die die Versicherungen nicht aufkommen. Doch wie kommen die Gelder gerecht zu den Menschen und wie verhindert man Betrug? Bei den Anträgen für die Unternehmen soll die IHK helfen, weil sie die Betriebe kennt.  Und auch Privatleute sollen Rat und Hilfe bei der Antragsstellung bekommen.

Weitere Zusammenarbeit geplant

Gemeinsam hat man auch besprochen, dass die Menschen in den betroffenen Orten über mögliche Hilfen und Anträge beraten werden sollen – zum Beispiel in Infobussen. Manchmal ist nach dem Hochwasser auch ganz praktische Zusammenarbeit gefragt wie beim Einsatz von Handwerkern, die in dieser Zeit auch oft an ihre Grenzen stoßen. Über solche Themen will man sich weiter austauschen. Deshalb sollen Gespräche wie heute unbedingt fortgesetzt werden, hieß es einstimmig.

Stand: 09.09.2021, 18:13