AfD-nahe Professorin klagt weiter gegen Rauswurf

AfD-nahe Professorin klagt weiter gegen Rauswurf

  • Keine Einigung nach fristlosem Rauswurf
  • Professorin kandidierte für AfD in Schleswig-Holstein
  • Fall geht vor das Landesarbeitsgericht

Nach dem fristlosen Rauswurf einer Professorin und ehemaligen AfD-Politikerin sind die Verhandlungen zwischen ihr und der Hochschule Niederrhein gescheitert. Man habe sich nicht einigen können, sagte ein Sprecher der Hochschule am Mittwoch in Krefeld.

Erstinstanzlicher Sieg für Dozentin

Die BWL-Professorin Karin Kaiser habe in ihrer Lehrzeit gegen das Nebentätigkeitsverbot verstoßen, so der Vorwurf der Hochschule. In erster Instanz hatte sie gewonnen. Ihre Nebentätigkeit, die jahrelang befristet genehmigt war, sei für die Kündigung unverhältnismäßig, befand das Arbeitsgericht Mönchengladbach.

Jetzt geht es vor das Landesarbeitsgericht

Das Gericht hatte eindringlich für eine einvernehmliche Lösung des Konflikts mit Hilfe eines Güterichters geworben - ohne Erfolg: Der Fall wird nun am 23. Januar vor dem Landesarbeitsgericht in Düsseldorf verhandelt.

Zur Bundestagswahl für AfD kandidiert

Kaiser hatte bei der Bundestagswahl 2017 für die AfD in Schleswig-Holstein kandidiert. Kurz vor der Wahl hatte sie einen Raum der Hochschule für eine Veranstaltung mit dem Titel "Tod des Rechtsstaats" nutzen wollen. Dies hatte ihr die Hochschule untersagt.

Stand: 09.01.2019, 17:18