Überhitzte Klassenräume: Düsseldorf will Schüler schützen

Hitzefrei

Überhitzte Klassenräume: Düsseldorf will Schüler schützen

  • Klimaschutzmanager soll Schulen kühl halten
  • Hitze erschwerte 2018 Unterricht
  • Schutzkonzepte noch wenig konkret

Die Stadt Düsseldorf will im Laufe dieses Jahres einen Klimaschutzmanager einstellen, der sich auch speziell um den Hitzeschutz an Schulen kümmert. Das hat die Verwaltung am Dienstag (30.04.2019) im Schulausschuss mitgeteilt. Der Sommer 2018 war so heiß, dass an einigen Schulen der Unterricht zeitweise nur noch schwer möglich war. Zum Teil seien Computersysteme hitzebedingt ausgefallen, berichteten Lokalpolitiker.

Die Stadt kündigte an, bei allen aktuellen Neubauten und Sanierungen den Wärmeschutz zu verbessern, zum Beispiel durch mehr Sonnenschutz an den Fenstern oder effektivere Lüftungsanlagen.

Schutzkonzepte bisher nicht geplant

Schuldezernent Burkhard Hintzsche räumte ein, dass es bislang keine systematische Bestandsaufnahme gibt, an welchen Schulen was getan werden müsste. Auch konkrete Schritte für Hitzeschutzkonzepte seien aktuell nicht geplant. Dort, wo der Sonnenschutz nachgerüstet werden kann, soll dieser möglichst schnell optimiert werden, so Hintzsche.

An einigen Schulen sei das aufgrund der Baustruktur aber nur schwer möglich. In Einzelfällen wie an den Förderschulen am Lohbachweg sollen deshalb künftig so genannte Klimasplitgeräte die Luft in den Unterrichtsräumen abkühlen. Trotzdem sei es kaum vermeidbar, dass es bei extremer Hitze zu Problemen im Schulbetrieb komme, betont Hintzsche.

Klimaschutzmanager soll Abhilfe schaffen

Insgesamt will die Stadt 2019 vier Klimaschutzmanager einstellen. Einer davon soll direkt im Schulverwaltungsamt angesiedelt werden und dort konzeptionelle Vorschläge machen, wie der Hitzeschutz in Schulen verbessert werden kann. "Für geeignete Schutzmaßnahmen wird die Verwaltung dann auch Geld zur Verfügung stellen", sagt Schuldezernent Hintzsche.

Der stellvertretende Schulleiter des Montessori-Gymnasiums, Reiner Zeh, begrüßt die Einstellung eines Klimaschutzmanagers grundsätzlich. Er wünsche sich generell einen stärkeren Hitzeschutz, so Zeh, noch sei aber unklar, wie der realisierbar ist. Individuelle Hitzeschutzkonzepte für jede Schule hält er angesichts des Klimawandels für sinnvoll, ein Klimaschutzmanager reiche dafür aber nicht aus.

Dürre, Hitze, schlechte Ernte – unser verrücktes Wetter 2018 Quarks 04.12.2018 44:11 Min. UT DGS Verfügbar bis 04.12.2023 WDR Von Elmar Sommer, Amanda Mock

Stand: 02.05.2019, 11:10