Hilfe vom Niederrhein für philippinisches Krankenhaus

Hilfe vom Niederrhein für philippinisches Krankenhaus

Von Viviane Jelenc

Der Inselstaat kämpft mit hohen Inzidenzen und Armut, die medizinische Versorgung ist schlecht. Die I.S.A.R Germany und der BHR Bundesverband Rettungshunde senden Hilfe.

Mit einer Ausnahmegenehmigung machte sich das Team der Hilfsorganisationen am Samstag auf den Weg in die philippinische Provinz Leyte. Im Gepäck: Umfangreiche medizinische Ausrüstung, die helfen soll, die Versorgung der Menschen vor Ort zu verbessern.

In der Stadtgemeinde Calubian übergibt das Team die medizinischen Hilfsmittel dem örtlichen Krankenhaus. Zur Ausrüstung gehören nach Angaben der Organisationen Betten, Sauerstoffkonzentratoren, ein Ozon-Sterilisator sowie ein Laborarbeitsplatz, an dem mit kontaminierten Materialien gearbeitet werden kann.

Fehlende und veraltete Technik

Bisher waren die Behandlungsmöglichkeiten des Krankenhauses in Calubian begrenzt. "Die heutzutage üblichen Geräte fehlen oder sind veraltet. Die medizinische Ausstattung ist eine der schlechtesten der Provinz", erklärt ein Sprecher der I.S.A.R Germany. Das nächstgrößere Krankenhaus sei Stunden entfernt.

Gleichzeitig habe die Region die meisten Corona-Fälle in der Provinz Leyte, sowie die meisten Covid-Patienten. Auch das habe bei der Auswahl eines Krankenhauses für das Hilfsprojekt eine wichtige Rolle gespielt, heißt es weiter.

Neue Ausrüstung durch Spenden finanziert

Die neue Ausstattung wurde aus Mitteln des Bündnisses “Aktion Deutschland hilft“ finanziert. Rund 60.000 Euro kamen dabei zusammen. Mit dem neuen Equipment sollen jetzt die Behandlungsmöglichkeiten von Covid-Patienten verbessert werden.

Dabei gehe es nicht nur um eine kurzfristige Hilfestellung: Auch langfristig sollen die Menschen in Calubian von der neuen Ausrüstung profitieren. Nach Angaben der Hilfsorganisationen können die neuen Geräte auch im normalen Klinikalltag genutzt werden und wirken somit nachhaltig.

Weitere Zusammenarbeiten geplant

Während des Aufenthaltes besucht das Team der Hilfsorganisationen gleich mehrere Krankenhäuser. Dabei gehe es vor allem darum Erfahrungen auszutauschen und das medizinische Personal vor Ort zu schulen.

Um die Versorgung der Menschen in der Region weiter zu verbessern, soll die Zusammenarbeit auch zukünftig fortgesetzt werden.

Stand: 12.01.2022, 19:11