Kölner Demo für Flüchtlinge in Seenot

Demo gegen Seenot

Kölner Demo für Flüchtlinge in Seenot

Von Udo Bühlmann

  • Demo für Flüchtlinge vor dem Kölner Rathaus
  • Köln soll Flüchtlinge in Seenot aufnehmen
  • Entscheidung im Kölner Rat erwartet

Vor dem Kölner Rathaus haben am Donnerstag (14.02.2019) Mitglieder verschiedener Initiativen und Vereine für die Aufnahme von Flüchtlingen demonstriert. Ihr Anliegen: Die Stadt Köln soll Flüchtlinge aufnehmen, die im Mittelmeer aus Seenot gerettet wurden.

Die Demonstranten unterstützen damit einen gemeinsamen Antrag der Rats-Fraktionen von SPD, CDU, Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke, sowohl der Ratsgruppen Bunt und Gut. Mit diesem Antrag befasst sich am Donnerstagnachmittag der Kölner Rat.

Appell der Städte Köln, Bonn und Düsseldorf

Demo gegen Seenot

Initiativen für Flüchtlinge in Seenot

Die Oberbürgermeister von Bonn und Düsseldorf und die Kölner Oberbürgermeisterin hatten im vergangenen Jahr an die Bundesregierung appelliert, gerettete Bootsflüchtlinge aufzunehmen. Gleichzeitig zeigten die Vertreter dieser Städte ihre Bereitschaft, Flüchtlinge in Seenot unterzubringen. Bislang blieb Hilfe der Bundesregierung und der Stadt Köln für Seenotflüchtlinge aus. Bielefeld dagegen will minderjährige, in Seenot geratene Flüchtlinge aufnehmen.

 Migranten auf Rettungsschiff vor Malta, 04.01.2018

Rettungsschiff vor Malta 2018

Allein 2018 sind nach offiziellen Angaben mehr als 2.200 Flüchtlinge im Mittelmeer ertrunken.

Viele Initiativen nahmen teil

Insgesamt hatten 113 Initiativen wie Hilfsorganisationen, Gewerkschaften, kirchliche und politische Verbände zu der Demonstration aufgerufen. Die Initiatoren wandten sich mit der Demonstration auch gegen rassistische Angriffe, denen Flüchtlinge ausgesetzt sind. Bereits im September 2018 hatten mehrere tausend Menschen in Köln auf einer Demonstration eine menschliche Asyl- und Flüchtlingspolitik gefordert.

Stand: 14.02.2019, 16:12