Grönemeyer als Zeuge vor Kölner Landgericht

Herbert Grönemyer auf dem Weg in das Justizzentrum Köln

Grönemeyer als Zeuge vor Kölner Landgericht

Von Markus Schmitz

  • Grönemeyer sagt vor Kölner Landgericht aus
  • Vorwurf der Körperverletzung
  • Juristischer Streit läuft seit Jahren

Im Prozess um eine Auseinandersetzung mit Fotografen hat der Sänger Herbert Grönemeyer am Mittwoch (20.02.2019) vor dem Kölner Landgericht ausgesagt. Er war als Zeuge geladen.

Es geht um einen Vorfall am Flughafen Köln Bonn im Dezember 2014. Grönemeyer hatte sich gegen zwei Fotografen zur Wehr gesetzt, die nach seinen Angaben seine Lebensgefährtin und seinen Sohn fotografiert haben. Grönemeyer bestritt, die Fotoreporter in diesem Streit verletzt zu haben.

Fotografen hatten Grönemeyer angezeigt

Die Fotografen hatten den Sänger nach dem Vorfall angezeigt. Sie behaupteten, dass der Sänger sie grundlos angegriffen, geschlagen und gewürgt habe.

Die Staatsanwaltschaft hält das für Falschaussagen, deshalb sind die beiden in dem aktuellen Verfahren angeklagt. Beim Prozesstauftakt am Montag (18.02.2019) hatten die Fotografen ihre Versionen des Geschehens noch einmal bestätigt.

Im Gerichtssaal wurden Videos gezeigt, die belegen, dass Grönemeyer auf die Fotografen zustürmt. Ob der Sänger die Männer getroffen, gewürgt und verletzt hat, ist den Videos aber nicht zu entnehmen. Die Verteidigerin eines Angeklagten Fotografen sagte, dass ihr Mandant in die Rolle des "bösen Paparazzo" gerückt werde.

Zivilprozess hatte Grönemeyer bereits gewonnen

Grönemeyer wird von Reportern umringt

Im Landgericht wird Grönemeyer von Reportern umringt

Nun hat Herbert Grönemeyer geschildet, wie das Geschehen aus seiner Sicht abgelaufen ist. Ja, er habe eine Tasche auf einen der aufdringlichen Fotografen geschleudert. "Schade, dass die nicht getroffen hat." Offensichtlich wollte Grönemeyer unbedingt verhindern, dass seine Lebensgefährtin und sein Sohn abgelichtet wurden.

In einem Zivilprozess klagte der Sänger bereits erfolgreich gegen Boulevardmedien. Die Richter entschieden, dass die Privatsphäre seiner Familie verletzt worden sei. Ein Video und falsche Berichte über den Vorfall dürfen nicht mehr verbreitet werden.

Stand: 20.02.2019, 12:57