Wie die Dürre das Heizöl teurer macht

Wie die Dürre das Heizöl teurer macht

  • Preise für Heizöl auf höchstem Stand seit fünf Jahren
  • Ursache sind die niedrigen Wasserstände der Flüsse
  • Verbraucher müssen abwägen, ob sie jetzt Heizöl ordern

Allein in der vergangenen Woche sind die Heizölpreise um knapp sieben Prozent hoch gegangen - Tendenz steigend. Damit haben sie den höchsten Stand seit fünf Jahren erreicht.

Frachtschiffe laden weniger Öl

Ursache für die hohen Preise sind nach Branchenangaben die niedrigen Wasserstände der Flüsse nach der langen Trockenheit. Die Frachtschiffe dürfen schon seit Wochen nicht mehr voll beladen werden. Je weiter der Pegel sinkt, desto weniger Ladung ist erlaubt.

"Durch die extrem niedrigen Rheinpegel kann nur wenig Tonnage den Rhein hinaufgeschifft werden", heißt es auf der Seite des Messgeräte-Herstellers Tecson. Die Kosten für die Frachtladungen seien explodiert. Statt üblicherweise 15 Euro seien derzeit 75 Euro für eine Frachttonne zu bezahlen.

Die Kosten erhöhen sich dadurch, dass die Schiffe weniger transportieren können, sagt auch der Mineralöl-Händler Stefan Kunzl. Mehrfach-Fahrten seien nötig. Und das spiegele sich dann im Preis wider.

Der Preis steigt

Aktuell kostet ein Liter Heizöl 85 Cent. Im September 2017 waren es 60 Cent. 2016 lag der Preis sogar bei 48 Cent. Die Zahlen stammen vom Bund der Energieverbraucher.

Für die Kunden ist es schwer einzuschätzen, wann sie Heizöl ordern sollen. Kaufen oder besser abwarten? Christina Wallraf von der Verbraucherzentrale NRW rät, bei Bedarf Heizöl zu bestellen - "aber keine ganze Tankfüllung". Man könne ja später noch nachbestellen.

Der Herbst wird teuer - Energiepreise steigen

WDR 5 Profit - aktuell 12.09.2018 03:48 Min. WDR 5

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Stand: 23.10.2018, 17:55

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