Deckeneinsturz in Eschweiler: Ursache weiter unklar

Stand: 12.08.2021, 12:01 Uhr

Nach dem Einsturz der Decke eines Hauses in Eschweiler prüfen Polizei und Sachverständige, ob das Hochwasser oder anschließende Reparaturarbeiten die Ursache sein könnten.

Dienstag kurz vor Mitternacht war eine Holzdecke in der ersten Etage des dreistöckigen Gebäudes eingesackt. Das könnte möglicherweise eine Spätfolge der Flutkatastrophe sein. Die Kriminalpolizei Aachen hat die Ermittlungen zur Ursache aufgenommen. Deshalb wurde das Haus beschlagnahmt und versiegelt. Gleichzeitig beraten Bauexperten der Stadt über die nächsten Schritte. Auch für die Polizei sind die Erkenntnisse der Bauexperten wichtig, um zu ermitteln, ob eventuell eine Straftat vorliegt.

Frau im Krankenhaus - Familie in Sicherheit

Eine 67 Jahre alte Frau war unter den Trümmern eingeklemmt worden, konnte aber nach mehreren Stunden von Höhenrettern der Feuerwehr befreit werden. Sie liegt noch verletzt im Krankenhaus. Eine Familie, die ganz oben in dem dreistöckigen Haus wohnt, hatte sich selbst in Sicherheit bringen können.

Nachbarhäuser auch geräumt

Ob und wann die Bewohner in ihre Häuser zurückkehren können, ist noch offen, sagt ein Sprecher der Stadt. Bei vielen Menschen in Eschweiler liegen nach der Flutkatastrophe die Nerven blank. Einige haben jetzt Angst, dass auch ihre Häusern gefährdet sind.

Das betroffene Haus in Eschweiler von außen

Das betroffene Haus in Eschweiler

Das teils eingestürzte Gebäude liegt in der Fußgängerzone von Eschweiler. In dem Haus sind eine Bank und mehrere Wohnungen, sie wurden geräumt - genauso wie zwei Nachbargebäude. Die Fußgängerzone von Eschweiler war vor vier Wochen vom Hochwasser des Flusses Inde überflutet worden.

Bei der Ermittlung der Ursache des Einsturzes sollen Zeugen von einem Knall gesprochen haben. Zunächst war spekuliert worden, dass der Grund dafür eine Explosion in dem Haus gewesen sein könnte. Inzwischen ist klar: Geknallt hat es, weil die Holzdecke krachend eingestürzt ist.

Das betroffene Haus stand während des Hochwassers 2,50 Meter unter Wasser. Polizei und Sachverständige arbeiten weiter daran, herauszufinden, warum die Holzdecke einstürzen konnte.