Hambach: Urteil zu Rodungsstopp möglicherweise am Freitag

Bagger im Hambacher Forst

Hambach: Urteil zu Rodungsstopp möglicherweise am Freitag

  • Oberverwaltungsgericht Münster verhandelt BUND-Klage
  • Zehntausende zu Demonstrationszug am Samstag erwartet
  • Tausende zu Protesten am Hambacher Forst erwartet

Das Oberverwaltungsgericht Münster fällt möglicherweise am Freitag (05.10.2018) ein Urteil über die Rechtmäßigkeit der Rodungen im Hambacher Forst. Der Umweltverband BUND hat geklagt, weil seiner Meinung nach die Rodungen gegen europäisches Naturschutzrecht verstoßen. Der Energiekonzern RWE pocht dagegen auf die Genehmigung für den Braunkohle-Tagebau.

Großkundgebung am Samstag

Hambacher Forst: "RWE wird uns nicht los"

WDR 5 Morgenecho - Westblick am Morgen 02.10.2018 02:50 Min. WDR 5

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Über 20.000 Demonstranten erwartet

Indes werden am Samstag (06.10.2018) mindestens 20.000 Menschen zu einer Großkundgebung von fünf Umweltverbänden gegen die geplanten Rodungen erwartet. Wo die stattfindet, war am Donnerstag (04.10.2018) noch unklar. Der ursprünglich geplante Kundgebungsort gehört RWE - der Konzern hat die Nutzung untersagt. Auch lokale Landwirte wollten keine Flächen zur Verfügung stellen, sagte ein BUND-Sprecher.

Demo auf der alten A4-Trasse?

Als Alternative habe die Polizei den Verbänden die Trasse der alten A4 direkt am Hambacher Forst vorgeschlagen. Dies sei öffentliches Gelände. "So oder so wird sich eine ziemlich große Karawane von Menschen am Samstag Richtung Hambacher Wald bewegen", sagte BUND-Sprecher Dirk Jansen. Am Freitag (05.10.2018) will der BUND auf einer Pressekonferenz in Köln über den endgültigen Kundgebungsort informieren.

Stand: 04.10.2018, 16:34

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