RWE widerspricht Meldungen, Hambacher Forst solle bleiben

  • RWE folgt Empfehlungen der Kohlekommission
  • Energieversorger eruiert derzeit technische Möglichkeiten
  • Prüfung sei noch nicht abgeschlossen

Am Donnerstagnachmittag (28.11.2019) hat RWE via Twitter mitgeteilt: "Wir haben gesagt, dass wir den Erhalt des verbliebenen Hambacher Forsts ernsthaft prüfen und derzeit technische Möglichkeiten eruieren." Der Energieversorger sagte außerdem, die Prüfung über den Erhalt des Hambacher Forsts sei noch nicht abgeschlossen.

Der WDR hatte gemeldet, RWE Power Vorstandsvorsitzender Frank Weigand habe gesagt, der umstrittene Hambacher Forst solle bestehen bleiben und nicht mehr für den Tagebau gerodet werden.

Auf die Frage nach den Empfehlungen der Strukturkommission, die den Wunsch zum Inhalt habe, den Hambacher Forst zu erhalten, sagte er: "Wir haben gesagt, weil es eine gesamtgesellschaftliche Lösung ist, tragen wir die Empfehlungen der Strukturwandelkommission mit. Als Konsequenz arbeiten wir deswegen auch an einem Konzept, wie es gelingen kann, den Hambacher Forst zu erhalten. Um das hinzubekommen, gibt es aber nicht nur technische Herausforderungen, die sehr schwierig sind, sondern es braucht auch, dass die Genehmigungsbehörden, die Politik mit an dem Strang ziehen, damit es in Summe gelingen kann."

Zukunft Hambacher Forst 00:20 Min. Verfügbar bis 28.11.2020

Bürgerinitiative und BUND reagierten positiv

Die Bürgerinitiative Buirer für Buir sowie der Naturschutzverband BUND begrüßten die Äußerung des Tagebaubetreibers. Zurzeit gibt es Verhandlungen zwischen RWE und der Bundesregierung über einen vorzeitigen Kohleausstieg bis zum Jahr 2038.

Korrektur (28.11.2019, 21:15 Uhr): In einer früheren Fassung hieß es, der RWE Power Vorstandsvorsitzende Frank Weigand habe gesagt, der umstrittene Hambacher Forst solle bestehen bleiben und nicht mehr für den Tagebau gerodet werden. Das stimmt nicht. Wir haben dies korrigiert.