RWE verzichtet vorerst auf Rodungen am Hambacher Forst

Zu sehen sind die Rodungsarbeiten im Hambacher Wald.

RWE verzichtet vorerst auf Rodungen am Hambacher Forst

  • RWE lenkt im Streit um Hambacher Forst ein
  • Gutachter wird eingesetzt
  • Pinkwart: Keine Rodungen vor Oktober 2018

Im Streit mit dem BUND um den Hambacher Forst lenkt der Energiekonzern RWE ein. Das Unternehmen verzichtet vorerst darauf, den Wald für den Tagebau Hambach zu roden.

RWE stimmt damit dem vom Oberverwaltungsgericht Münster vorgeschlagenen Rodungsstopp zu. Damit hat sich das vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) angestrengte Eilverfahren erledigt.

Gutachten soll erstellt werden

RWE akzeptiert auch den Vorschlag der Richter, einen Gutachter einzusetzen, der prüfen soll, ob das Waldgebiet unter europäisches Naturrecht fällt. Dieser Auffassung ist der BUND und hatte gegen die Rodungen geklagt. Unter anderem verweisen die Naturschützer auf die seltene Bechstein-Fledermaus, die im Hambacher Wald vorkommt.

Sollte das Oberverwaltungsgericht Münster keinen Verstoß gegen europäisches Naturschutzrecht feststellen, kann RWE seine Rodungen in dem Wald fortsetzen. Mit einem endgültigen Urteil ist erst zu Beginn des kommenden Jahres zu rechnen.

Pinkwart: Keine Rodungen vor Oktober 2018

Nach Aussage von Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) wird es vor dem nächsten Herbst keine Rodungen geben. "Da ab März laut Naturschutzgesetz ohnehin keine Bäume mehr gefällt werden können, kommen Abholzungen im Hambacher Forst nicht vor Oktober 2018 in Betracht", sagte Pinkwart dem WDR.

Eine neue Abbaugenehmigung für den Energiekonzern RWE werde zunächst ohne Rodungsgenehmigung erteilt.

Stand: 14.12.2017, 18:35