Neue Eskalation im Hambacher Forst

Ausgebranntes Bündnismobil der Initiative "Buirer für Buir"

Neue Eskalation im Hambacher Forst

  • Streit um Hambacher Forst eskalierte am Wochenende
  • Steine flogen gegen Polizeiautos
  • "Bündnismobil" der Braunkohlegegner komplett ausgebrannt

Erneut sind im Hambacher Forst Polizeiautos mit Steinen beworfen worden. Wie die Polizei mitteilte, löschten die Beamten am Sonntagabend (03.09.2018) zunächst eine brennende Barrikade und einen brennenden Baumstamm, der an der Straße lag.

Später sei eine Polizeistreife mit Steinen beworfen worden. Ein Fahrzeug sei dabei beschädigt worden, verletzt wurde niemand.

Auto der Kohlegegner brennt aus

In der Nacht zu Sonntag war ein Lkw der Braunkohlegegner ausgebrannt. Das bestätigte ein Sprecher der Polizei in Aachen. Das sogenannte "Bündnismobil", ein ausgebautes ehemaliges Feuerwehrauto, gehörte der Bürgerinitiative "Buirer für Buir".

Brandstiftung vermutet

Bündnismobil der Initiative "Buirer für Buir"

So sah das Bündnismobil zuvor aus

"Wir glauben nicht an einen Zufall", sagt Gerhard Kern von der Bürgerinitiative. Das Auto brannte in unmittelbarer Nähe eines Wohnhauses ab, in dem die Journalistin Antje Grothus lebt, die Mitglied in der Kohlekommission ist und auch der Bürgerinitiative angehört.

Gegenüber wohnt außerdem der Besitzer der besetzten Wiese, auf der seit Jahren Aktivisten campen, die den Hambacher Forst vor der Rodung bewahren wollen.

Die Polizei ermittelt wegen vorsätzlicher Brandstiftung. Feuerwehrleute fanden im Inneren des Fahrzeugs zwei Gasflaschen, eine Zwille und mehrere Metallkügelchen.

Die braunkohlekritische Bürgerinitiative "Buirer für Buir" aus dem gleichnamigen Ort direkt am Tagebau Hambach wurde von besorgten Anwohnern gegründet und setzt sich nach eigenen Angaben seit Jahren für eine friedliche Lösung in dem Konflikt ein.

Stand: 03.09.2018, 16:34