1.100 Teilnehmer bei Führung durch Hambacher Forst

Besucher kommen zu einer Führung in den Hambacher Forst

1.100 Teilnehmer bei Führung durch Hambacher Forst

  • Führung durch den Hambacher Forst
  • Viele Familien spazierten durch den Wald
  • Polizei spricht von ruhiger Lage

An einer Führung durch den Hambacher Forst haben am Sonntag (09.09.2018) mehr als 1.100 Menschen teilgenommen. Darunter waren nach dpa-Angaben viele Familien mit Kindern. Die Teilnehmer kamen ungeachtet der Ankündigung von Klimaaktivisten, die ein "Wochenende des Widerstands" in Aussicht gestellt hatten.

Die Polizei sprach von einer unverändert ruhigen Lage im und am Hambacher Forst. Die Beamten seien aber präsent. Auch die Rodungsgegner meldeten keine Zwischenfälle. Bereits am Samstag (08.09.2018) war es demnach friedlich geblieben.

Aktivisten planten Widerstand

Mädchen trägt Protestschild im Hambacher Forst

RWE will Teile des Waldes abholzen

Das Waldgebiet liegt im Südosten des rheinischen Tagebaus Hambach und gilt als Symbol des Widerstands gegen die Braunkohle. Aktivisten hatten vor dem Wochenende angekündigt, sich aus Protest gegen die Rodungspläne des Essener Energiekonzerns RWE erneut auf den Weg in das Braunkohlerevier zu machen.

Abholzung beginnt frühestens im Oktober

RWE-Mitarbeiter hatten vergangenen Mittwoch und Donnerstag (05./06.09.2018) unter starkem Polizeischutz Barrikaden, Möbelstücke und vieles mehr aus dem Forst abtransportiert, den Aktivisten in Baumhäusern besetzt haben. Das Unternehmen will für den Braunkohleabbau mehr als 100 der verbliebenen 200 Hektar Wald abholzen, darf damit aber frühestens im Oktober beginnen. Aus Sicht des Konzerns ist die Abholzung unvermeidbar, um die Stromproduktion in den Braunkohlekraftwerken zu sichern. Gegen die Pläne gibt es seit langem Proteste.

Stand: 09.09.2018, 17:29