RWE-Mitarbeiter räumen im Hambacher Forst auf

Polizisten schauen zu, wie er Werkschutz von RWE «waldfremde» Gegenstände aus dem Hambacher Forst räumt.

RWE-Mitarbeiter räumen im Hambacher Forst auf

  • Polizei unterstützt Aufräumarbeiten von RWE
  • Attacken mit Fäkalien und Steinen
  • Neun junge Bäume wurden gefällt

Bei Aufräumarbeiten vom Energiekonzern RWE im Hambacher Forst ist es am Montag (25.03.2019) zu Zwischenfällen gekommen. Bei einer Attacke auf ein fahrendes RWE-Fahrzeug sei die Heckscheibe kaputtgegangen, aber niemand verletzt worden, teilte die Polizei mit. Ein RWE-Mitarbeiter sei mit Fäkalien beworfen worden. Die Polizei appellierte, das "ekelhafte und menschenverachtende Verhalten" zu unterlassen.

Die Aktion Unterholz von Klimaaktivisten warf der Polizei per Twitter Provokation vor: Eine derartige Polizeipräsenz sei Ausdruck einer weiter fortschreitenden und völlig unnötigen Provokation. RWE holte unter Polizeischutz Müll, Gerümpel oder auch alte Autoreifen aus dem Wald am Tagebau Hambach, wie die Polizei mitteilte. Nach RWE-Angaben wurden auch Zelte - mutmaßlich von Waldbesetzern - weggeräumt.

Polizei findet bei Mahnwachen-Teilnehmer Drogen

Um eine unbesetzte Plattform abräumen zu können, seien neun junge Bäume gefällt worden, sagte ein RWE-Sprecher. Bei Kontrollen einer Mahnwache am Hambacher Forst fanden Beamte bei einem Teilnehmer Drogen, wie die Polizeisprecherin sagte. Er wurde des Platzes verwiesen. Die Polizei hatte im vergangenen Herbst bei einem ihrer größten Einsätze in Nordrhein-Westfalen 86 Baumhäuser von Braunkohlegegnern geräumt. Anfang Januar waren knapp 50 neue Baumhäuser und andere Bauten gezählt worden.

Stand: 25.03.2019, 17:00

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