Brandsätze und Steine: Erneut Angriffe im Hambacher Forst

Das Bild zeigt einen Polizeibeamten in Uniform

Brandsätze und Steine: Erneut Angriffe im Hambacher Forst

  • Straftaten im Hambacher Forst rund um Weihnachten
  • Polizei spricht von Brandsätzen und Steinen
  • Ermittlungen wegen Körperverletzung und Landfriedensbruch

Erneut haben bislang unbekannte Täter Fahrzeuge und einen Gerätestützpunkt des Energiekonzerns RWE im Hambacher Forst angegriffen. Nach Angaben der Polizei warfen mehrere Vermummte in der Nacht auf den ersten Weihnachtsfeiertag (25.12.2018) Brandsätze und Steine.

Auch sei ein Löschfahrzeug der Werksfeuerwehr angegriffen worden. Anschließend flüchtete die Gruppe unerkannt in den Wald. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung, vorsätzlicher Brandstiftung und schweren Landfriedensbruchs.

Polizei kündigt "angemessene" Reaktion an

Aachens Polizeipräsident zeigte sich laut einer Polizeisprecherin entsetzt über die erneute Gewalt. "Das ist eine perfide Taktik, die Polizei gerade jetzt zur Weihnachtszeit in solche Einsätze zu zwingen. Die Polizei wird darauf angemessen reagieren", sagte Dirk Weinspach am Dienstag (25.12.2018). "Diese Eskalation hilft niemandem und ich bitte alle, ihren Beitrag zu leisten, damit sich die Situation im Wald beruhigt."

Hambach: Provokationen nehmen kein Ende Westpol 02.12.2018 UT DGS Verfügbar bis 02.12.2019 WDR

Kritik von CDU und Grünen

Bereits am Freitag (21.12.2018) hatte es einen ähnlichen Zwischenfall im Hambacher Forst gegeben. Dabei hatten rund 20 Personen mit Zwillen geschossen und Steine geworfen. Ein RWE-Mitarbeiter war von einem Stein am Kopf getroffen worden.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU), Innenminister Herbert Reul (CDU) und die Landesvorsitzende der NRW-Grünen, Mona Neubaur, verurteilten die Angriffe.

Stand: 26.12.2018, 15:43