Hambacher Forst: Personen stürmen in den Wald

Kerpen: Teilnehmer einer Demonstration gegen die Rodung des Hambacher Forsts versuchen über einen Wall in den Wald zu kommen und werden von der Polizei gehalten.

Hambacher Forst: Personen stürmen in den Wald

  • Rund 200 Personen stürmen in den Wald
  • Polizei setzt Pfefferspray ein
  • Tausende Menschen demonstrieren friedlich vor dem Hambacher Forst

Demonstranten haben nach WDR-Informationen von Sonntagabend (16.09.2018) Barrikaden aus Ästen gebaut, um die Räumung des Hambacher Forstes zu behindern. Die Polizei musste mit schwerem Gerät anrücken, um die Barrikaden zu räumen.

Die Polizei räumte Barrikaden, die Demonstranten im Hambacher Forst aufgebaut hatten.

Die Polizei räumte Barrikaden

Rund 200 Personen hatten am Nachmittag Polizeiketten und Absperrungen durchbrochen und waren in den Forst gelaufen. Eine Sprecherin der Polizei Aachen erklärte, die Einsatzkräfte hätten vereinzelt Pfefferspray gegen die Demonstranten eingesetzt. 14 Demonstranten wurden am Sonntag festgenommen. Acht Personen wurden verletzt, darunter drei Polizisten, teilte die Polizei mit.

Die Demonstrationen am Rand des Forstes verliefen laut Polizei aber größtenteils friedlich.

Demonstranten durften Wald nicht mehr betreten

Mehrere tausend Menschen hatten sich am Sonntag in der Nähe des Hambacher Forstes getroffen, um gegen die Abholzungspläne des Braunkohlekonzerns RWE zu protestieren.

Nach Polizeiangaben nahmen rund 4.000, laut Veranstalter 7.000 Demonstranten an den Protestaktionen teil. Sie durften den Wald allerdings nicht mehr betreten.

Aktivisten verließen unterirdisches Versteck

Am frühen Sonntagmorgen hatten zwei Braunkohlegegner freiwillig einen unterirdischen Schacht verlassen, in dem sie nach eigenen Angaben drei Tage lang ausgeharrt hatten. Das teilte die Feuerwehr Aachen mit.

Seit Beginn der Polizeiaktion am Donnerstag (13.09.2018) wurden in dem Waldstück 28 von rund 50 Baumhäusern geräumt, 19 davon wurden abgerissen.

Der Energiekonzern RWE will im Herbst weite Teile des Hambacher Forstes abholzen, um weiter Braunkohle baggern zu können.

Friedlicher Protest und Pyrotechnik

Mehrere tausend Personen haben sich am Sonntag zu Protest-Aktionen am Hambacher Forst versammelt. Am Nachmittag durchbrachen Demonstranten die Polizeiabsperrungen.

Räumfahrzeuge vor einem Baumhaus

Die Räumung der Protestcamps im Hambacher Forst geht auch am Sonntag (16.09.2018) weiter. Seit Beginn der Räumungsaktion am Donnerstag (13.09.2018) wurden 18 von rund 50 Bäumhäusern geräumt und abgerissen.

Die Räumung der Protestcamps im Hambacher Forst geht auch am Sonntag (16.09.2018) weiter. Seit Beginn der Räumungsaktion am Donnerstag (13.09.2018) wurden 18 von rund 50 Bäumhäusern geräumt und abgerissen.

Am Sonntagnachmittag (16.09.2018) sind laut Polizei Aachen rund 200 Personen in den Hambacher Forst gelaufen.

Polizeiketten sollten eigentlich verhindern, dass die Demonstranten den Wald betreten.

Vereinzelt sei Pfefferspray gegen die Demonstranten eingesetzt worden, teilte eine Polizeisprecherin mit. Wie viele Personen dabei verletzt wurden, konnte sie am Sonntagnachmittag noch nicht sagen.

Demonstranten hatten Barrikaden aus Ästen gebaut. Die Polizei rückte mit schwerem Gerät an, um diese zu entfernen.

Hier gießen Teilnehmer der Aktion "Aufbäumen gegen Kohle" einen Setzling im Hambacher Forst. Zahlreiche Demonstranten hatten junge Bäume mitgebracht, um sie in dem Wald zu zu pflanzen.

Die Proteste am Rand des Waldes verlaufen laut Polizei Aachen größtenteils friedlich.

Tausende Menschen hatten sich getroffen, um gegen die Abholzung des Hambacher Forstes zu demonstrieren.

Am Sonntagmorgen verließen zwei Braunkohlegegner freiwillig ein unterirdisches Versteck, in dem sie nach eigenen Angaben drei Tage ausgeharrt hatten.

In diesem Erdschacht hatten sich die beiden Braunkohlegegner versteckt. Er ist elf Meter tief.

Bei ihren Durchsuchungen hat die Polizei nach eigenen Angaben im Wald auch mit Beton und Schutt gefüllte Eimer gefunden, die mit einer Drahtseilkonstruktion in die Höhe gezogen werden können. "Bei Auslösen der Falle, fällt der Eimer in die Tiefe. Es besteht Lebensgefahr", heißt es von der Polizei.

Außerdem wurden noch andere Wurfgegenstände und Pyrotechnik von der Polizei sichergestellt.

Stand: 17.09.2018, 07:08