Supermarkt im Rhein-Sieg-Kreis testet neues Haltbarkeitsdatum 

Die App Freshindex zeigt das dynamische Haltbarkeitsdatum für ein Schweine Schnitzel an.

Supermarkt im Rhein-Sieg-Kreis testet neues Haltbarkeitsdatum 

Die Smartphone-App "Freshindex" errechnet das so genannte dynamische Haltbarkeitsdatum. Die Verbraucher müssen dafür den Barcode scannen und angeben, wie sie das Produkt transportieren und lagern.

In die Berechnung des Datums fließt auch ein, in welchem Zustand die Ware vor dem Verpacken war, außerdem überwachen Sensoren die genaue Temperatur während des kompletten Transports bis in die Kühltheke.

Lebensmittel nach Mindeshaltbarkeitsdatums noch genießbar

An dem Projekt sind unter anderem die Universität Bonn und die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg beteiligt. Das Bundesforschungsministerium hat es mit rund einer Million Euro gefördert. 

Europaweit könnten jährlich rund 900.000 Tonnen Lebensmittel im Wert von 1,5 Milliarden Euro vor der Mülltonne bewahrt werden, schätzen die Initiatoren, weil Fleisch, Gemüse und Milchprodukte trotz abgelaufenem Mindesthaltbarkeitsdatums noch genießbar seien.

Zu gut zum wegschmeißen [nicht online] Markt 07.08.2019 05:06 Min. Verfügbar bis 07.08.2020 WDR Von Naïma Kunze

Die App richtet sich direkt an den Verbraucher. Für den Lebensmittelhandel ändert sich erstmal nichts.

Korrektur: In einer ersten Version des Artikels stand, dass Ware, die das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten hat, nicht mehr verkauft werden dürfe. Das ist nicht richtig. Tatsächlich darf Ware mit abgelaufenem Mindesthaltbarkeitsdatum laut Verbraucherzentrale NRW noch verkauft werden. Allerdings sei "sicherzustellen, dass die Ware einwandfrei" sei. Anders verhält es sich mit dem Verbrauchsdatum, mit dem besonders schnell verderbliche Lebensmittel ausgezeichnet werden müssen. Ist dieses abgelaufen, darf die Ware nicht mehr verkauft werden.

Stand: 12.08.2019, 16:45

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