Bonner Landgericht: Haftstrafe für Darknet-Dealer

Der Angeklagte im Gespräch mit dem Verteidiger.

Bonner Landgericht: Haftstrafe für Darknet-Dealer

Wegen millionenschweren Drogenhandels im Darknet hat das Bonner Landgericht am Donnerstag (07.03.2019) einen 30-jährigen Mann zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt.

Der Angeklagte, der im Raum Siegburg lebt, hatte in den Jahren 2014 bis 2016 auf einer Darknet-Plattform unter einem Pseudonym mit einer sehr großen Menge verschiedener Drogen im Verkaufswert von rund einer Million Euro gehandelt. Bezahlt wurde mit der Internet-Währung Bitcoins.

Beweise konnten bei Wohnungsdurchsuchung gesichert werden

Als die kriminelle Plattform durch amerikanische Ermittler des FBI beschlagnahmt wurde und die Datensätze mit europäischen Fahndern ausgetauscht und ausgewertet wurden, kamen die illegalen Geschäfte des Angeklagten zum Vorschein. Bei einer Hausdurchsuchung im Januar 2016 wurden noch restliche Drogen gefunden, sowie knapp 73 000 Euro Bargeld und drei Goldbarren gesichert.

Weitere Verfahren laufen

Bundesweit sollen noch Ermittlungsverfahren gegen 300 Drogen-Abnehmer, die identifiziert werden konnten, laufen. Insgesamt hatte es 3000 Einzelverkäufe im Darknet gegeben.

Wegen seines umfassenden Geständnisses habe der Angeklagte eine abgemilderte der Strafe bekommen, hieß es im Urteil. Sonst hätte er mit mehr als fünf Jahren Haft rechnen müssen.

Stand: 07.03.2019, 13:24