Raubüberfall mit Horrormaske und Axt in Bonn

Der Angeklagte wurde zu fünf Jahren Haft und einem Entzug verurteilt.

Raubüberfall mit Horrormaske und Axt in Bonn

  • Urteil nach Gaststätten-Überfall mit Axt in Bonn-Beuel
  • Bonner Landgericht verhängt Haftstrafe
  • Täter wohl drogenabhängig

Nach dem Raubüberfall mit einer Horrormaske auf die Beueler Gaststätte "Bahnhöfchen" hat das Bonner Landgericht am Donnerstag (20.12.2018) einen 36-jährigen Angeklagten wegen schwerer räuberischer Erpressung zu fünf Jahren Haft verurteilt. Wegen seines langjährigen, massiven Drogenkonsums wurde zudem die Unterbringung des Mannes in eine Entziehungsanstalt angeordnet.

Täter versetzte Kellnerinnen in Angst

Der Angeklagte war im Juli 2018 - um sich, zum wiederholten Mal, Geld für Drogen zu beschaffen - mit der Horrormaske aus dem amerikanischen Gruselfilm "Scream - Der Schrei" verkleidet und einer Axt bewaffnet in das Lokal gestürmt. Er bedrohte zwei Kellnerinnen,  21 und 23 Jahre alt, hielt einer die Axt an den Hals und forderte Geld aus der Kasse. Die Jüngere gab dem unheimlichen Todes-Clown sofort ihr Kellner-Portemonnaie mit 1.200 Euro Bargeld.

Daraufhin sprang der 36-Jährige aus dem Fenster der Kneipe und versuchte mit dem Fahrrad zu flüchten. Zwei Passanten gelang es jedoch, den Räuber zu stoppen und festzuhalten bis die Polizei eintraf.

Drogen als Motiv

Der vielfach vorbestrafte Angeklagte hatte im Prozess den Überfall gestanden, entschuldigte sich schriftlich bei den Opfern und versprach ihnen "dass sie keine Angst vor mir haben müssten." Da er den Raubüberfall unter Drogeneinfluss begangen hatte, sind die Richter von einer verminderten Schuldfähigkeit ausgegangen.

Stand: 20.12.2018, 16:09