Prognose: Häufiger Niedrigwasser im Rhein

Schiff auf dem Rhein

Prognose: Häufiger Niedrigwasser im Rhein

  • Aktuell keine Einschränkungen im Schiffsverkehr
  • Prognose: Mehr Niedrigwasserphasen im Rhein
  • Kosten für Schiffstransporte steigen

Trotz der anhaltenden Trockenheit ist der Schiffsverkehr auf dem Rhein derzeit (25.07.2019) uneingeschränkt möglich. Laut Bundesanstalt für Gewässerkunde ist aber noch unklar, wie sich die Wasserstände im Laufe des Sommers entwickeln werden: Niedrigwasser droht.

Längere Niedrigwasserphasen

Von extremen Niedrigwasser wird gesprochen, wenn der Abfluss an einer Messstation einen bestimmten langjährigen Mittelwert unterschreitet. Nach Angaben der Bundesanstalt lassen aber alle Berechnungen darauf schließen, dass künftig mehr und längere Phasen mit niedrigen Wasserständen im Rhein zu erwarten sind.

Niedrigwasser: Wo bleiben die Fische?

WDR 5 Quarks - Topthemen aus der Wissenschaft 02.11.2018 04:18 Min. Verfügbar bis 02.11.2023 WDR 5

Download

Bis Ende dieses Jahrhunderts könnte sich die Zahl der Tage mit wenig Wasser im Rhein verdoppeln. Der Rhein hatte im vergangenen Jahr an 132 Tagen extremes Niedrigwasser. Zum Vergleich: 2017 führte der Rhein an 25 Tagen und 2016 an 32 Tagen Niedrigwasser.

Die Experten gehen aber nicht davon aus, dass dadurch der Gütertransport auf dem Rhein komplett zum Erliegen kommt. Allerdings müssten Schiffe häufiger mit weniger Ladung fahren. Die Kosten für Schiffstransporte würden wegen Nierdrigwassers im ungünstigsten Fall um etwa ein Zehntel steigen.

Pegelstände am Rhein (25.07.2019, 5 Uhr)
PegelHöhe in Zentimeter
Bonn189
Köln190
Düsseldorf148
Duisburg-Ruhrort279
Wesel225
Rees172
Emmerich126

Stand: 25.07.2019, 10:50