Angriff auf Regierungsnetz: Spur führt nach NRW

Angriff auf Regierungsnetz: Spur führt nach NRW

  • Angreifer gelangten über Hochschule in Brühl in das Regierungsnetz
  • Vom Hochschulrechner ins Auswärtige Amt
  • Dokumente kopiert und Rechner infiziert

Bei dem Hackerangriff auf das Datennetzwerk des Bundes führt die Spur auch nach NRW. „Nach allem was man weiß, ist der Angreifer Ende 2016 in das Regierungsnetz eingedrungen, und zwar über die Hochschule des Bundes in Brühl und hat sich von da aus weiter durch das Netz vorgearbeitet - bis zum Auswärtigen Amt", so Michael Götschenberg, ARD-Experte für Terrorismus und Innere Sicherheit am Freitag (02.03.2018).

Man wundere sich, wer alles an diesem Regierungsnetz hänge, so Götschenberg. Das werfe ein paar Fragen auf, wie sicher dieses Netz überhaupt sein könne.

Bund: "Nicht in der Lage, die eigenen Netze zu sichern"

WDR 5 Morgenecho - Interview | 03.03.2018 | 06:20 Min.

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17 Rechner infiziert

Bei dem Hackerangriff auf die Netzwerke der Bundesregierung sind nach Recherchen von WDR, NDR und "Süddeutscher Zeitung" insgesamt 17 Rechner infiziert worden. Dabei sei eine geringe Anzahl von Dokumenten kopiert worden, einige davon mit Bezug zu Russland.

Hackerangriff auf Bundesregierung: "100 Prozent sicher gibt es nicht"

WDR 2 | 02.03.2018 | 03:37 Min.

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Schad-Software wurde beobachtet

Die Spionage-Software war den Recherchen zufolge bis zum 17. Januar 2017 inaktiv. Erst dann sollen Daten abgeflossen sein - wohin, ist nach wie vor unklar. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ließ die Angreifer zunächst gewähren, um zu verstehen, welche Ziele die Hackergruppe verfolgte.

Stand: 02.03.2018, 17:02