Cyberattacke auf Universität Maastricht

Binärcodes auf einem Monitor. Dazwischen das Wort "Gehackt" in roter Schrift.

Cyberattacke auf Universität Maastricht

  • Hacker-Angriff legt Betrieb der Uni Maastricht lahm
  • Fast alle Windows-Systeme betroffen
  • Fraglich ist, ob wissenschaftliche Daten geklaut wurden

Ein Hacker-Angriff auf die Universität im niederländischen Maastricht hat den Wissenschaftsbetrieb lahmgelegt. 4.500 Deutsche studieren an der Uni, viele auch aus NRW. Das Ausmaß der Attacke ist umfangreicher als bislang gedacht.

Fast alle Windows-Systeme betroffen

Möglicherweise sind durch die Cyber-Attacke am Montag (23.12.2019) nicht nur die Computersysteme betroffen. Eventuell wurden auch wissenschaftliche Daten gestohlen. Das wird aktuell untersucht.

Immer noch haben 4.500 Mitarbeiter und 18.000 Studenten keinen Zugriff auf ihre E-Mail Konten oder ihre in Windows-Systemen gespeicherten Daten. IT-Experten arbeiten daran, die Computersysteme wiederherzustellen. Das kann allerdings Wochen dauern.

Lösegeldforderung unklar

Bei dem Hackerangriff handelt es sich um einen so genannten "Ransomware"- Virus. Die bösartige Schadsoftware sperrt den Computer oder verschlüsselt wichtige Dateien. Ransom bedeutet Lösegeld.

Ob es Lösegeldforderungen der Angreifer gibt, verrät die Universität Maastricht aus ermittlungstaktischen Gründen aber nicht. Mittlerweile hat sie Anzeige erstattet. Ob die Universität wie geplant am Montag (30.12.209) ihre Türen wieder öffnen wird, ist noch unklar.

Cyberattacke Uni Maastricht

00:30 Min. Verfügbar bis 27.12.2020

Stand: 27.12.2019, 15:12