Gymnasium in Langenfeld will Schüler gegen Corona impfen

Das Gebäude des Gymnasiums in Langenfeld.

Gymnasium in Langenfeld will Schüler gegen Corona impfen

Der Schulleiter des Konrad-Adenauer-Gymnasiums in Langenfeld möchte ein Corona-Impfzentrum für seine Schüler einrichten. Wegen dieser Pläne erhält er jetzt Drohmails von Impfgegnern.

Noch sind die Corona-Impfstoffe für Kinder und Jugendliche nicht zugelassen in Europa, aber wenn es denn soweit ist, dann will man gut vorbereitet sein am Konrad-Adenauer-Gymnasium in Langenfeld. Daher wurde eine Initiative gestartet, damit zentral an der Schule geimpft werden kann.

Debora Langenberg

Ärztin Debora Langenberg

Die Idee für ein schulinternes Impfzentrum kam aus der Elternschaft, von einer Ärztin, die selbst in einem Impfzentrum arbeitet. Die Schüler bzw. Eltern sollen selbst entscheiden können, ob ihr Kind geimpft werden soll. Ärztin Debora Langenberg stellt klar: "Natürlich geht es nur um diejenigen, die sich gerne impfen lassen möchten."

Heftige Kritik von Impfgegnern

Drohmails und hasserfüllte Anrufe kamen vor allem von Impfgegnern, die gar nicht in Langenfeld leben. Sogar von "Kindesmissbrauch" sei die Rede gewesen, hier werde eine "rote Linie" überschritten. Damit hatte der Schulleiter des Konrad-Adenauer-Gymnasiums in Langenfeld nicht gerechnet. Er würde seine Schüler - auf freiwilliger Basis - am liebsten noch vor den Sommerferien mit der ersten Dosis impfen lassen.

Erste Impfung vor den Sommerferien

Dafür müssten allerdings auch weitere Bedingungen stimmen: Erstens müsste der Biontech-Impfstoff für Minderjährige über zwölf zugelassen werden. Zweitens braucht es genügend Dosen des Biontech-Impfstoffs für die Schüler des Konrad-Adenauer-Gymnasiums.

Am ersten Schultag nach den Ferien würden die Schüler dann die zweite Impfung erhalten, im Stile einer Reihenimpfung wie beim Betriebsarzt.

An der Schule selbst findet die Aktion Unterstützung bei den meisten Eltern. Es gibt allerdings auch die eine oder andere kritische Simme aus der Elternschaft. Durch so eine Aktion könnten nicht-geimpfte Kinder stigmatisiert werden. Dem widerspricht Debora Langenfeld: "Generell gilt ja: Wenn 90 Prozent der Kinder geimpft sind, sind die anderen auch geschützt."

Der Vorschlag aus Langenfeld liegt jetzt jedenfalls beim Schul- und Gesundheitsministerium mit der Bitte um Prüfung.

Stand: 18.05.2021, 18:58