Reformen in der Kölner IHK gefordert

IHK Köln

Reformen in der Kölner IHK gefordert

Von Jens Gleisberg

  • Wahlgruppe will IHK effektiver machen
  • Geringere Beiträge gefordert
  • Wahl zur Vollversammlung beginnt

Erstmals in der 222-jährigen Geschichte der Industrie- und Handelskammer zu Köln hat sich eine eigene Wähler-Gruppierung formiert. Sie will die Kammer reformieren. Dafür braucht die Gruppe die Mehrheit in der Vollversammlung der IHK. Denn die Vollversammlung bestimmt die politische Ausrichtung der Wirtschaftsvertretung und die Vorgaben für die Geschäftsführung.

Wahlunterlagen per Post

Die Gruppe „New Kammer“ will die IHK transparenter, unbürokratischer und digitaler machen. Als Beispiel nennt die Gruppe den Wahlvorgang selbst: Die Wahlunterlagen werden seit Freitag (27.09.2019) per Post bei den 150.000 Mitgliedsunternehmen eingehen. Viel zu umständlich, sagt "New Kammer". Würde dies digital durchgeführt, wäre auch die Wahlbeteiligung wesentlich höher. Bisher haben nicht einmal zehn Prozent der Unternehmen an der Wahl der Geschäftsführung teilgenommen.

Streit über Umzug aus der Innenstadt

Möglicher Neubau der IHK - Lofthaus

Möglicher Neubau der Kölner Industrie- und Handelskammer - Lofthaus

Auch an der Arbeitsweise der bisherigen Geschäftsführung und dem Präsidium gibt es Kritik. Sie sei nicht transparent. Unter anderem geht es dabei um die Frage, wo zukünftig die Industrie und Handelskammer ihren Sitz haben wird. Das denkmalgeschützte Haus am Börsenplatz muss saniert werden. Doch die Pläne dazu hat die Vollversammlung als zu teuer abgelehnt. Jetzt wird über Neubauten im Stadtteil Mülheim oder in Braunsfeld verhandelt. Die Kritik an dem Verfahren weist das bisherige Präsidium zurück. Alle Berechnungen seien offengelegt worden, sagt IHK-Präsident Werner Görg. Und auch die Tatsache, dass erstmals eine Wahlgruppe antritt, sei ein völlig normaler Vorgang bei einer demokratischen Wahl.

Stand: 27.09.2019, 07:25

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