Hinweis auf Ratten an Grundschulen in Köln fehlt

Gebäude der Grüngürtelschule von außen, hinter einem Zaun

Hinweis auf Ratten an Grundschulen in Köln fehlt

Von Frank Piotrowski

  • Rattenplage in Rodenkirchener Grundschulen?
  • Schulen sind vorerst geschlossen
  • Hygieneamt untersucht Verdacht auf Rattenbefall

Das Gesundheitsamt der Stadt Köln hat nach eigenen Angaben vom Mittwoch (10.04.2019) in zwei Grundschulen in Köln-Rodenkirchen keine Mäuse und Ratten entdeckt. Die Schulen sind wegen des Verdachts auf Rattenbefall geschlossen. In beiden Schulen waren am Dienstag (09.04.2019) im Küchen- und Kellerbereich offenbar Ratten gesehen worden.

Unterricht fällt vorerst aus

Nach Angaben der Stadt fanden am Mittwoch umfangreiche Reinigungsarbeiten statt. Die Leiter der beiden Schulen am Grüngürtel in Rodenkirchen lehnten jede Stellungnahme ab . Auf Aushängen auf den Schultüren wird lediglich darauf hingewiesen, dass der Unterricht am Mittwoch und Donnerstag (11.04.2019) ausfällt. Am Freitag beginne der Schulbetrieb wieder mit Exkursionen und Ausflügen, so dass die 300 Schüler das Schulgelände nicht betreten müssten.

Köder ausgelegt

Eingang der Grundschulen Grüngürtelschule und Ernst-Moritz-Arndt-Schule

Rattenverdacht in Grundschulen

Mitarbeitern des Gesundheitsamtes ist es bisher nicht gelungen, Nagetiere nachzuweisen. Das teilte der Leiter des Infektions- und Umwelthygieneamtes Prof. Gerhard Wiesmüller dem WDR auf Anfrage mit. Es sei entschieden worden, in der Schule Köder auszulegen, um möglicherweise noch vorhandene Tiere anzulocken. Sie werden laut Stadt so ausgelegt, dass Kinder oder andere Tiere nicht an sie herankommen könnten. In zwei bis drei Wochen will die Stadt Köln überprüfen, ob Ratten angelockt wurden.

Einige hundert Fälle pro Jahr in Köln

Mäuse und insbesondere Ratten gelten als Träger von Krankheitserregern wie Salmonellen und Viren. Es gibt laut Stadt Köln keine seriösen Schätzungen wie viele Ratten in der Stadt leben. Drei Mitarbeiter des Hygieneamtes sind in Köln für die Rattenbekämpfung verantwortlich. Sie bearbeiten im Jahr knapp 500 Fälle, wenn Informationen aus der Bevölkerung vorliegen. In 80 Prozent der Fälle können Ratten nachgewiesen werden. Städtische Mitarbeiter bekommen sie in nur in zehn Prozent der Fälle zu sehen.

Stand: 10.04.2019, 16:18