Sanierung des Grotenburg-Stadions in Krefeld deutlich teurer

Blick ins Innere der Krefelder Grotenburg. Die Rasenfläche wurde abgetragen.

Sanierung des Grotenburg-Stadions in Krefeld deutlich teurer

Die Stadt Krefeld hat versichert, dass die Arbeiten an der Spielstätte des KFC Uerdingen im Zeitplan liegen. Allerdings wird das Vorhaben deutlich teurer als erwartet.

Das haben das beauftragte Architekturbüro und die Stadt Krefeld am Montag mitgeteilt. Die Kosten der Sanierung steigen demnach um mehr als 50 Prozent auf nun 16,6 Millionen Euro. Zunächst hatte die Stadt 10,5 Millionen Euro für den Umbau veranschlagt.

Auch der Zeitplan droht zu kippen

Laut den Verantwortlichen ist die Steigerung der Kosten nicht einem großen Kostentreiber zuzuschreiben, sondern vielen kleinen. Nach genauerer Untersuchung habe man festgestellt, dass in dem fast 100 Jahre alten Stadion mehr gemacht werden müsse als geplant - von den Sanitärbereiche über die technischen Anlagen bis hin zu den Außenflächen.

Die Stadt will die Mehrkosten mit einem zusätzlichen Kredit finanzieren. Durch den Mehraufwand ist auch die Wahrscheinlichkeit gesunken, dass schon ab nächstem Sommer in der Grotenburg wieder Fußball gespielt werden kann. Das Ziel hatte die Stadt und die Verantwortlichen des KFC Uerdingen damals als Ziel ausgegeben.

Das wird in der Grotenburg erneuert

Projektleiterin Sabine Schmidt hatte schon Mitte November die Befürchtung, dass hinter jeder Ecke eine Überraschung warten könnte. Der Plan vor der Kostensteigerung war, die Elektrik im Stadion zu erneuern, die Betonbau neu zu streichen und auch den Rasen mit einer neuen Drainage sowie einer Rasenheizung auszustatten.

Aufgrund der Bauarbeiten trägt der Drittligaverein seine Heimspiele aktuell in der Merkur-Spiel-Arena in Düsseldorf aus.

Stand: 30.11.2020, 19:00