Schwarzarbeit: Baufirmen unterschlagen elf Millionen Euro

Symbolbild: Zollbeamte auf einer Baustelle

Schwarzarbeit: Baufirmen unterschlagen elf Millionen Euro

  • Razzien gegen sechs Baufirmen in NRW
  • Verdacht des Steuer- und Sozialbetrugs
  • Gesamtschaden etwa elf Millionen Euro

Ermittler haben am Dienstag (10.09.2019) bei sechs Firmen aus der Baubranche Razzien durchgeführt. 78 Objekte wurden in NRW durchsucht. Am Mittwoch (11.09.2019) gab der Zoll bekannt, dass gegen 25 Personen wegen des Verdachts auf Steuer- und Sozialversicherungsbetrug ermittelt wird. Der Gesamtschaden soll bei etwa elf Millionen Euro liegen.

Scheinrechnungen und Schwarzarbeiter

Gegen sechs Baufirmen, vornehmlich am Niederrhein und im Ruhrgebiet, wird derzeit wegen des so genannten Kettenbetrugs ermittelt. Die beschuldigten Unternehmen sollen Rechnungen über Kosten aufgestellt haben, die gar nicht angefallen sind. Das Geld aus den falschen Rechnungen soll dazu gedient haben, Schwarzarbeiter zu bezahlen.

Seit 2014 hätten sich viele Unternehmen dabei "hintereinandergeschaltet", um den Betrug möglich zu machen, so die Ermittler. Der Sozialversicherungsschaden wird auf 4,5 Millionen Euro, der Steuerschaden auf 7,5 Millionen Euro geschätzt.

Steuerbetrug: Razzien gegen Baufirmen aus NRW

00:43 Min. Verfügbar bis 11.09.2020 Von Peter Hild

Über 700 Beamte im Einsatz

Bei den Razzien am Dienstag (09.09.2019) waren nach Angaben des Zolls etwa 600 Zöllner und 140 Steuerfahnder im Einsatz.

Die Auswertung und Sichtung der sichergestellten Dokumente wird mehrere Monate in Anspruch nehmen.

Stand: 11.09.2019, 17:37