Fall Greta aus Viersen: Verteidiger zweifeln Todesursache an

Bemalte Steine vor einem Gebäude

Fall Greta aus Viersen: Verteidiger zweifeln Todesursache an

Im Prozess um das getötete Kita-Kind Greta aus Viersen haben die Verteidiger der angeklagten Erzieherin ein weiteres Gutachten zur Todesursache gefordert.

Die Verteidiger meinen, bei der kleinen Greta habe keine konkrete Todesursache festgestellt werden können. Sie halten eine Grippe-Infektion für möglich und wollen nachweisen, dass Greta nicht erstickt worden sein könne.

Staatsanwaltschaft überzeugt: Greta wurde erstickt

Davon gehen allerdings alle Ärzte und Rechtsmediziner aus. Der Staatsanwalt ist daher davon überzeugt, dass die dreijährige Greta an einem Hirnschaden starb, nachdem ihr die angeklagte Erzieherin beim Mittagsschlaf die Luft abgedrückt hatte.

Das Urteil könnte sich nun verzögern.

Lebenslange Haft droht

Ähnlich soll die Angeklagte auch drei weitere Schutzbefohlene misshandelt haben. Schon in anderen Kitas soll sie Kindern den Brustkorb fest zusammengepresst und sie damit in Lebensgefahr gebracht haben. Diese Fälle waren erst durch die Ermittlungen nach Gretas Tod bekannt geworden.

Der Angeklagten droht im Fall Greta lebenslange Haft.

Stand: 25.02.2021, 16:30