Baggerbesetzung im Tagebau Garzweiler beendet

Der besetzte Bagger mit Greenpeace-Banner

Baggerbesetzung im Tagebau Garzweiler beendet

  • Drei Personen hatten sich angekettet
  • Aktivisten forderten schnelleren Kohleausstieg
  • Bundesregierung und Energiekonzerne verhandeln

Die Polizei hat am Donnerstagabend (28.11.2019) die letzten drei Personen von dem besetzten Schaufelradbagger im Tagebau Garzweiler geholt. Die Aktivisten hätten sich auf der Oberkante des Auslegers mit einer Beton-Vorrichtung an den Händen miteinander verbunden. Die Polizei musste diese mit Spezialwerkzeug lösen.

RWE stellte Strafantrag wegen Hausfriedensbruch

Mitglieder von Greenpeace hatten den Bagger am Morgen besetzt. Laut Polizei waren 37 Personen in den Tagebau eingedrungen; Greenpeace sprach von 60. Nach Angaben von RWE hatten sich einige Aktivisten vor die Raupen des Baggers gestellt. Der sei aus Sicherheitsgründen sofort gestoppt worden. Ein RWE-Sprecher nannte die Aktion "leichtsinnig". Die Teilnehmer brächten sich in erhebliche Gefahr. RWE stellte Strafantrag wegen Hausfriedensbruch.

Laufende Verhandlungen zum Kohleausstieg

Mit der Besetzung wollte Greenpeace unter anderem Druck ausüben auf die gerade laufenden Kohleausstiegsverhandlungen in Berlin zwischen der Bundesregierung und den Energiekonzernen. Beim Treffen am Dienstag (26.11.2019) gab es keine Einigung. Die Energiekonzerne fordern Entschädigung in Milliardenhöhe für die Abschaltung von Kohlekraftwerken.

Garzweiler: Greenpeace besetzt Bagger

00:31 Min. Verfügbar bis 28.11.2020

Stand: 28.11.2019, 20:10

Weitere Themen