Antisemitismus: Prozessauftakt gegen Goyim-Netzwerk in Düsseldorf

Prozessauftakt gegen Goyim-Netzwerk

Antisemitismus: Prozessauftakt gegen Goyim-Netzwerk in Düsseldorf

Drei Mitglieder des Goyim-Netwerks stehen vor dem Oberlandesgericht in Düsseldorf. Sie sollen im Internet antisemitische Inhalte verbreitet und zur Gewalt gegen Juden aufgerufen haben.

Die drei angeklagten Männer kommen aus Duisburg, Berlin und Heerlen (Niederlande). Ihnen wird Mitgliedschaft in einer rechtsextremistischen kriminellen Vereinigung und Volksverhetzung vorgeworfen.

Goyim Netzwerk rief zur Tötung von Juden auf

Goyim ist der Plural des jiddischen Wortes Goi und meint Nicht-Juden. Antisemiten nutzen den Begriff häufig in abwertender Weise als Selbstbezeichnung, wie die "Goyim Partei Deutschlands". Anhänger des Netzwerks verbreiten im Internet Hass und Hetze.

Prozessauftakt gegen Goyim-Netzwerk

Die Angeklagten sollen laut Generalbundesanwalt in mehreren hundert Fällen "zutiefst herabwürdigende antisemitische Propaganda" verbreitet und zur Tötung von Juden aufgerufen haben.

Der Duisburger Angeklagte folgte meist interessiert der Verlesung der Anklage.

Festnahme in den Niederlanden

Die beiden Hauptbeschuldigten waren vor einem Jahr im niederländischen Heerlen und in Berlin festgenommen worden. Zeitgleich gab es Durchsuchungen. Das Gericht hat 30 Verhandlungstage angesetzt. Bei einer Verurteilung müssen die Angeklagten mit mehrjährigen Haftstrafen rechnen.

Stand: 29.07.2021, 16:04