Mittelalterliche Goldmünzen: Spektakulärer Fund in Goch

Mittelalterliche Münze

Mittelalterliche Goldmünzen: Spektakulärer Fund in Goch

Archäologen haben bei Grabungen in Goch zwei wertvolle Goldmünzen aus dem Mittelalter gefunden. Sie lagen jahrhundertelang unter der Erde.

Experten gehen nach ersten Erkenntnissen davon aus, dass sie im 15. Jahrhundert in der Slowakei und in Ungarn geprägt - und dann in Goch vergraben wurden. Sie lagen in einem Metallgefäß, das man im Mittelalter zum Kochen benutzt hat.

Gefunden wurden die Münzen bereits bei Grabungen im historischen "Haus zu den fünf Ringen". Am Donnerstag hat die Stadt Goch die Funde der Öffentlichkeit präsentiert.

Als "Bauopfer" vergraben

"Es handelt sich um Goldgulden aus der Regierungszeit König & Kaiser Sigismund (1387 - 1437)", so die Stadt Goch. Die Forscher gehen demnach von einem sogenannten "Bauopfer" aus. Bauopfer sollten nach dem Glauben mancher Menschen im Mittelalter Gefahr und Unheil vom Haus fernhalten.

Allerdings handelte es sich nach aktuellem Stand der Forschung bei Bauopfern in der Regel um weniger wertvolle Gegenstände. Insofern nimmt der neue Gocher Fund "unter den bekannten mittelalterlichen Bauopferbefunden eine Sonderstellung ein", so die Stadt Goch.

Münzen in "hervorragendem Zustand"

Historische Münzen und Metallgefäß

Die Münzen sind in einem "hervorragenden Zustand" und gehen jetzt zunächst an das LVR-Landesmuseum in Bonn, wo sie genauer untersucht werden. Das Metallgefäß wird restauriert. Die Stadt Goch hofft, die Münzen bald wiederzubekommen und ausstellen zu dürfen.

Stand: 15.04.2021, 17:32

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