US-Richter lässt Klagen gegen Monsanto zu

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US-Richter lässt Klagen gegen Monsanto zu

  • Sammelklagen werden in USA zugelassen
  • Streitpunkt: Ist Glyphosat krebserregend?
  • Beweislage sei zweideutig, rechtfertige aber Verhandlungen

Der Leverkusener Konzern Bayer, der erst kürzlich den Abschluss der Monsanto-Übernahme verkündet hatte, steht vor neuen Problemen: Ein Richter in den San Francisco hat Sammelklagen gegen Monsanto zugelassen. Das wurde am Mittwoch (11.07.2018) bekannt.

Monsanto wird vorgeworfen, dass der Unkrautvernichter "Roundup" mit dem Wirkstoff Glyphosat krebserregend sei. Mehrere Hundert Landwirte, Gärtner und Verbraucher hatten aus diesem Grund geklagt.

Rückschlag für Monsanto - Hunderte Klagen gegen Glyphosat-Hersteller

WDR 5 Profit - aktuell | 11.07.2018 | 02:39 Min.

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Glyphosat nicht eindeutig krebserregend

Zwar sei die Beweislage zu zweideutig, um den klaren Schluss zuzulassen, dass Glyphosat Lymphdrüsenkrebs verursache, erklärte der Richter in seiner Begründung. Doch seien genug Einschätzungen von Experten vorgetragen worden, die die Argumentation der Kläger insoweit stützten, dass ein Prozess angemessen sei.

Eine Klage läuft bereits

Eine Klage, die nicht als Sammelklage angelegt ist, läuft bereits gegen Monsanto. Der 46-jährigen Dewayne Johnson, bei dem 2014 Lymphdrüsenkrebs diagnostiziert wurde, wurde anderen Fällen vorgezogen. Er liegt im Sterben.

Anfang Juni hatte der Leverkusener Konzern Bayer verkündet, dass die umstrittene Übernahme des US-Saatgutkonzerns Monsanto abgeschlossen ist. Bayer ist somit Eigentümer des Konzerns und wurde damit zum größten Hersteller von Pflanzenschutzmitteln und Saatgut.

Lob für Monsanto-Übernahme durch Bayer

WDR 5 Profit - aktuell | 07.06.2018 | 07:27 Min.

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Stand: 11.07.2018, 11:45