Prozess in Waldbröl: Frau soll Ehemann Gift gegeben haben

Eingangschild des Amtsgerichts in Waldbröl

Prozess in Waldbröl: Frau soll Ehemann Gift gegeben haben

  • Prozessauftakt vor dem Amtsgericht Waldbröl
  • Krankenschwester soll Eheman Gift verabreicht haben
  • Motiv war Eifersucht
  • Anklage wegen gefährlicher Körperverletzung

Vor dem Waldbröler Amtsgericht muss sich seit Montag (01.10.2018) eine 54-Jährige Frau wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten. Die Krankenschwester soll ihrem Ehemann aus Eifersucht einen Giftcocktail in den Orangensaft gemischt haben.

Die Beschuldigte gab zum Prozessauftakt an, dass sie ihren untreuen Ehemann nicht töten wollte. Die Frau sagte aus, dass sie ihrem Ehemann sechs Anti-Depressiva-Tabletten verabreicht habe. Sie habe damit nur die WhatsApp-Kommunikation unterbinden wollen, die ihr Mann mit einer anderen Frau intensiv betrieben habe.

Prozess gegen Krankenschwester wird fortgesetzt

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Angeklagte ihrem Ehemann einen Denkzettel verpassen wollte. Die Giftmischung sei nach Angaben eines Gutachters zwar lebensbedrohlich, aber nicht grundsätzlich tödlich gewesen. Die Staatsanwaltschaft hat deshalb Anklage wegen gefährlicher Körperverletzung erhoben.

Ein Arbeitskollege hatte das Opfer im Sommer 2016 benebelt angetroffen und den Notarzt gerufen. Der Prozess wird in einer Woche fortgesetzt.

Stand: 01.10.2018, 14:26